13.06.2017

  • Andreas Platthaus, Das geht ins Auge. Geschichte der Karikatur

    19:30 Uhr

    Literaturbüro NRW

    Bismarckstraße 90

    40210 Düsseldorf

    Eintritt frei

     

    Karikaturisten sind die Könige der Freiheit: Sie setzen sich hinweg über Tabus und Konventionen, vor ihrer Feder ist niemand sicher, ob König oder Papst, Staatenlenker oder Konzernchef. Wie schnell es vorbei ist mit der Freiheit der Karikatur, haben nicht nur die Ereignisse um Charlie Hebdo deutlich und schmerzlich bewusst gemacht. Für den Journalisten Andreas Platthaus bedeutet Karikatur in erster Linie Aufklärung und ihre Geschichte die der Vernunft, die sich den Kampf gegen gesellschaftliche Obsessionen, Religionen und Ideologien auf die Fahnen – besser aufs Papier – geschrieben hat. Von Bernini über Hogart und Daumier bis zu John Heartfield, Loriot, Sempé, Spiegelmann oder Bell: Sie alle haben das gesellschaftliche und politische Leben mit spitzer Feder verfolgt. „ Karikatur ist Widerstand“, findet Andreas Platthaus, und die Geschichte dieses Widerstandes hat er nun erhellend und informierend aufgearbeitet – und nebenbei ein Geschichtsbuch der ganz besonderen Art verfasst.

    Im Rahmen der Ausstellung "Gegen den Wahnsinn... - Karikaturen des syrischen Künstlers Yahia Alselo", die um 18.30 Uhr eröffnet wird, stellt Andreas Platthaus sein Buch vor und diskutiert mit Yahia Alselo über die Möglichkeiten und Grenzen politischer Karikatur.

    Moderation: Maren Jungclaus, Literaturbüro NRW
    www.duesseldorfer-literaturtage.de