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28. April 2017

  • Petra Postert: Nebenan die Wildnis

    11:00 Uhr

    Mayersche Droste

    Königsallee 18

    Eintritt: frei

     

    Für Kinder von 7 - 9 Jahren
    Wir bitten um Anmeldung bei Frau V. Gruner unter v.gruner@mayersche.de.

     

    Wie können Sommerferien nur so unerträglich öde sein? Mathis dümpelt im lauwarmen Planschbecken vor sich hin und findet einfach keine Abwechslung in der glühenden Sommerhitze. Außerdem darf er keinen Krach machen, weil seine kleine Schwester sonst im Kinderwagen aufwachen würde. „Komm rauf, ich will dir meinen Garten zeigen!“ ruft ihm plötzlich ein wildfremdes Mädchen zu, das auf seiner Gartenmauer sitzt. Das Mädchen, das Majella heißt, entpuppt sich als seine Nachbarin. Und Majella wünscht sich nichts sehnlicher als ein Abenteuer. Warum nicht zu zweit? Mathis gibt sich einen Ruck und klettert zu Majella über die Mauer. Von nun an beginnt für die beiden eine lange Erkundungstour durch Vorgärten, vorbei an Rosenhecken, Kaninchenställen. Aber dann stehen sie plötzlich vor einer hohen Mauer, die kaum überwindbar scheint. Trotzdem lassen sie sich nicht aufhalten und landen – in einer Wildnis. Zwischen dicken Bäumen und hohem Gras entdecken sie in diesem riesigen verwilderten Garten ein kleines Häuschen. Klar, dass die beiden jetzt schnell zu Hausbesitzern werden. Im Nu sind diese Sommerferien die besten ihres Lebens, bis sich Majella noch mehr Abenteuer wünscht: Und bei einer Nachtwanderung wird die Wildnis aufregender und dunkler als gedacht …

     

    Petra Postert, geboren 1970 in Stuttgart, studierte Journalistik, Geschichte und Kunstgeschichte in Eichstätt und Ohio/USA. Danach arbeitete sie als Redakteurin und Autorin für den SWR

  • Tim Mohr & Brezel Göring, Stirb nicht im Warteraum der Zukunft

    20:00 Uhr

    zakk

    Fichtenstraße 40

    40233 Düsseldorf

    Eintritt: VVK € 7 / AK € 9

     

    «Stirb nicht im Warteraum der Zukunft» erzählt die geheime Geschichte des Underground-Punk in Ostdeutschland, von seinen Anfängen in Ostberlin in den späten Siebziger über seine Rolle beim Fall der Berliner Mauer 1989 und die Entstehung der Clubszene des modernen Berlins.

    Dieses Buch ist kein Märchen über den revolutionären Siegeszug der westlichen Popkultur über die humorlosen, schlecht angezogenen Bürokraten aus dem Osten, die die Jugend daran hindern wollte, Spaß zu haben. Der apolitische Nihilismus der Ost-Punks entwickelte sich schnell zu einer Hardcore-Ideologie, die sich auf ihre besonderen Lebensumstände bezog. Während die Punks im Westen darüber sangen “no future” zu haben, vom Kapitalismus an den Rand der Gesellschaft gedrängt zu werden, war die Lage im Osten genau umgekehrt: Deine Zukunft war bereits vorbestimmt, von einer Mitgliedschaft in der FDJ über die Ausbildung bis zu einem Fabrikjob als Teil der Planwirtschaft. Das Problem war nicht “no future”, es war “too much future”. Alles war vorherbestimmt.

    Die ehemaligen Aktivisten der frühen ostdeutschen Punkszene leben heute ziemlich abgeschottet und stehen Fremden eher misstrauisch gegenüber. Tim Mohr traf viele der zentralen Akteure von damals, als er in den 1990ern in Berlin als DJ tätig war. Damals wurden viele Clubs von ehemaligen Punks betrieben. Fasziniert von ihren unglaublichen Geschichten, setzte er sich in den Kopf, diese Geschichte eines Tages ans Tageslicht zu bringen. Viele der Protagonisten des Ost-Punk, wie etwas Major, haben nie öffentlich über ihre Erlebnisse gesprochen. Mohr hat etwa 50 dieser Zeitzeugen interviewt. Ihre Geschichten bilden die Grundlage für ein atemberaubendes historisches Gesellschaftsdrama. Darüber hinaus studierte Mohr zahlreiche Stasi-Akten, die mit der Punkszene zu tun hatten und bekam auch Einblicke in persönliche Akten. Das Buch erscheint am 20.03.17 bei Heyne Hardcore & Heyne Encore