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6. April 2017

  • Klaus Grabenhorst: LESETHEATER MIT KNOPFAKKORDEONKLÄNGEN (Peter Baumann)

    18:30 Uhr

    Café Stilbruch

    Benderstrasse 84

    40625 Düsseldorf-Gerresheim

    Eintritt frei - der hut kreist

  • Dichter der sarmatischen Landschaft - Zum 100. Geburtstag von Johannes Bobrowski

    19:00 Uhr

    Gerhart-Hauptmann-Haus / Literaturbüro NRW

    Bismarckstraße 90

    40210 Düsseldorf

    Eintritt frei

     

    Vortrag von Dr. Jörg B. Bilke

    Bevor Johannes Bobrowski 1965 mit nur 48 Jahren starb, war er im Begriff, einer der wichtigsten deutschsprachigen Schriftsteller zu werden – in Ost und West. Seine Dichtung wird heute in einem Atemzug mit der von Nelly Sachs und Paul Celan genannt. Mit seiner Prosa gehört er in die Reihe der großen „ostdeutschen“ Autoren wie Günter Grass und Siegfried Lenz. Nach seiner Heimkehr aus russischer Kriegsgefangenschaft 1949 wandte er sich in seinem Werk jener Landschaft zu, die sich auf historischen Landkarten zwischen der Ostsee und dem Schwarzen Meer ausdehnte: Sarmatien. Die Sprachen und Mythen der dort lebenden deutschen, baltischen und slawischen Kulturen flossen in sein Schreiben ein. Am 9. April wäre Johannes Bobrowski 100 Jahre alt geworden. Anlässlich dieses Jubiläums wird der Journalist und Publizist Dr. Jörg B. Bilke, der sich in der DDR-Literatur auskennt wie kein zweiter, an den viel zu früh verstorbenen Autor erinnern.

     

  • Nico Semsrott: Freude ist nur ein Mangel an Information 2.5

    20:00 Uhr

    zakk

    Fichtenstraße 40

    40233 Düsseldorf

    VVK € 12 / AK € 15 / zakk Ermäßigung

     

    Nico Semsrott ist der wohl traurigste Komiker der Welt. Sein neunzigminütiger Vortrag trägt den Titel "Freude ist nur ein Mangel an Information". Darin versucht Semsrott, mithilfe von Putzig-Positiven Powerpoint-Präsentationen, Unglückskeksen und No-Fun-Facts die Zahl der Depressiven in Mitteleuropa zu verdoppeln. Die Chancen stehen gut: Depression ist der Wachstumsmarkt schlechthin. Hurra. Die Presse behauptet, dass Semsrott etwas vom Lustigsten ist, was die deutschsprachige Kulturszene momentan zu bieten hat. Auf jeden Fall ist das, was der Mann mit der Kapuze da auf der Bühne treibt: einzigartig, intelligent und relevant.

    Obwohl er als staatlich nicht anerkannter Demotivationstrainer eigentlich ein Vorbild im Scheitern sein will, wird er mit Preisen überhäuft. Zum Beispiel: Karl-Marx-Poesie-Preis 2010, Freiburger Leiter 2012, Bayerischer Kabarettpreis 2014 (Senkrechtstarter). Peinlich.

     

  • Literaturkonzert: Nicht nur zur Weihnachtszeit im Boogie-Takt

    20:00 Uhr

    um 100. Geburtstag von Heinrich Böll

     

     

    Motto Im Unsinn war die ganze Schöpfung drin

     

    Der literarische Unsinn in seinen allerschönsten Auswüchsen wird bei diesem Programm den Ton angeben.

    Und weil der Kölner Heinrich Böll im Jubiläumsjahr der Düsseldorfer Literaturkonzerte seinen 100. Geburtstag hätte feiern können, wird seine Satire von Tante Millas Familie und ihren verkorksten Weihnachtsfesten im Mittelpunkt des Abends stehen.

    Zentralbücherei Düsseldorf

    Bertha-von-Suttner-Platz 1

    Eintritt frei

     

    Mit Peter Welk (der Bölls Weihnachtssatire zum Besten gibt, Boogie-Woogie-Spezialist Stefan Ulbricht (der den leise rieselnden Schnee verjazzt) und Bianca Venis (die mit ihren Gedichten einen Beitrag zur gehobenen Unsinnspflege leistet).

    Tante Milla liebt Weihnachten. Über alles. Und dazu festlich geschmückte Christbäume. Und das nicht nur einmal im Jahr: Jeden Tag will sie es haben – und sie kriegt es. Sie terrorisiert die Familie, sie schreit, leidet. Um den häuslichen Frieden nicht zu gefährden, feiern und singen die Verwandten tapfer mit. Aber der Geduldsfaden wird immer dünner. Heinrich Böll nimmt in seiner Satire «Nicht nur zur Weihnachtszeit» die Bigotterie aufs Korn. Die Gartenzwergmentalität. Er beschreibt die monströse Steigerung kleinbürgerlicher Feiertagswut einer Kölner Familie, die darin gipfelt, dass auch im Juli noch von der stillen Nacht gesungen wird und dazu die Wachskerzen tropfen.