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11. Juni 2017

  • Matinee Bertolt Brecht

    11:00 Uhr

    zakk

    Fichtenstraße 40

    40233 Düsseldorf

    Eintritt:10,- € inkl. kl. Frühstück

    Dichter, Stückeschreiber und dialektischer Philosoph vorgestellt von Werner Jocks

     

    „Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch“ . Bertolt Brechts berühmte

    Warnung vor dem Wiederaufleben der faschistischen Gefahr nach dem Zweiten Weltkrieg bleibt aktuell. Kein Theaterautor hat die Entstehung und Instrumentalisierung von Rassismus und Nationalismus und andere große Themen der Zeit so wirkungsvoll auf die Bühne gebracht, wie Bertolt Brecht.

    Der wohl berühmteste Dichter und Stückeschreiber des zwanzigsten Jahrhunderts hat sich dabei erstaunlich konsequent vom Antibürger zum marxistischen Dichter und Stückeschreiber entwickelt. Das Freiheitsverständnis der frühen Stücke entwickelt Brecht daher konsequent weiter zur Hinterfragung der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, an denen die Freiheit des Einzelnen scheitern muss. Entgegen den Behauptungen seiner Gegner hat Brecht in Anwendung seiner Erkenntnisse über die zerstörerische Wirkung der Eigentumsverhältnisse

    eindrucksvolle Gedichte, Lieder und Theaterstücke hervorgebracht, die an sprachlicher Brillanz kaum zu übertreffen sind.

    www.duesseldorfer-literaturtage.de

  • Reisebilder im Hofgarten: Christoph Schulte-Richtering, 32 Tage Juli

    15:00 Uhr

    Theatermuseum

    Jägerhofstraße 1

    40479 Düsseldorf

     

    Mitreißend und charmant erzählt der Autor von Aufbruch und Freundschaft, vom Ende der Unschuld – sowie von der Freiheit und den anderen Dingen des Lebens, die man erst richtig begreift, wenn sie vorüber sind.

    Christoph Schulte-Richtering, geboren 1968, hat Germanistik, Anglistik, Mediävistik und Linguistik studiert. Seit vielen Jahren arbeitet er als Autor und Coach für TV-Produktionen („Wetten, dass..?“, „Kanzlerduell“, „Laureus World Sports Awards“). Er schrieb für Bill Murray, Stefan Raab, Thomas Gottschalk, Joko Winterscheidt und berichtete von der Oscar-Verleihung in Hollywood. Schulte-Richtering lebt mit seiner Familie in Köln.
    Moderation: Maren Jungclaus, Literaturbüro NRW

    www.duesseldorfer-literaturtage.de

     

  • Krimibahn: Daniela Wander, Tod in Wittenberg

    15:00 Uhr

    Düsseldorf Hauptbahnhof, Bahnsteig 8, Haltestelle der Straßenbahn-Linie 709 in Richtung Neuss

    Ankunft: Düsseldorf Hauptbahnhof, Bahnsteig 6, um 16:30 Uhr.

    Eintritt: Erwachsene 18,- € / Kinder (-14 Jahre) 8,- €, inkl. Kaltgetränk

    VVK Festival/ RheinbahnCenter/ www.rheinbahn.de/shop, Tel.: 01803-504030

     

    Krimizeit in der fahrenden Bahn: Daniela Wander liest aus ihrem Historischen Kriminalroman Tod in Wittenberg, der zur Zeit Martin Luthers spielt. Im Zentrum des Krimis steht eine aus dem Kloster geflohene Nonnengemeinschaft rund um Käthe von Bora, Luthers spätere Ehefrau. Der Kontrast zwischen der tiefen Frömmigkeit der Schwestern und ihrer Befreiung von den rigiden kirchlichen Vorschriften bietet eine faszinierende Ausgangslage für eine spannende Geschichte rund um eine skandalöse Flucht, eine erdolchte Nonne, eine spurlos verschwundene junge Frau und unschuldige Ordensschwestern, die vielleicht gar nicht so unschuldig sind. Freuen Sie sich auf eine packende Lesung, passend zum Lutherjahr, und lassen Sie sich vom Aufbruchsgeist der Reformation und dem damit verbundenen Freiheitsgedanken inspirieren.

    www.duesseldorfer-literaturtage.de

  • Lea Singer, Die Poesie der Hörigkeit

    19:30 Uhr

    Orangerie Benrath

    Urdenbacher Allee 6

    40593 Düsseldorf

    Eintritt frei

    Im Kriegswinter 1917 nimmt in Brüssel eine Liebesgeschichte ihren Anfang, wie sie kälter und heißer nicht sein könnte. Mopsa Sternheim, Tochter von Thea, der gebildeten, vermögenden Erbin und Carl Sternheim, dem erfolgreichen Bühnenautor, lernt Gottfried Benn kennen. Sie beobachtet, wie die Mutter den Fremden anhimmelt und auch sie verfällt diesem Dichter, der zugleich Arzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten ist. Mutter und Tochter erhitzen sich für Benns Lyrik und wetteifern um die Gunst des Autors. Mopsa Sternheim gelingt es nicht, sich zu befreien, sie stürzt ab in Drogensucht und Sinnleere, immer im Wahn, Benn könne sie retten.

    Lea Singer hat einen faszinierenden Roman über Kunst und Leben im Freundeskreis von Erika und Klaus Mann, Pamela Wedekind und Annemarie Schwarzenbach geschrieben, über politischen Widerstand, „Doppellleben“ und Befreiungsversuche.

    Moderation: Dr. Karin Füllner

    www.duesseldorfer-literaturtage.de