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24. August 2017

  • Hinterhoflesung mit Ulrike Almut Sandig, Andreas Weber und Jean-Philippe Kindler

    19:00 Uhr

    Dreiklang

    Kirchstraße 20

    Eintritt frei

     

    Schlicht und phantastisch, liedhaft und erzählend in einem sind die Gedichte von Ulrike Almut Sandig, die sich durch ihren Geschichtenband FLAMINGOS auch als Prosa-Autorin einen Namen gemacht hat. Mit ihrem sicheren Sprechrhythmus gewann sie nicht nur den internationalen Lyrikpreis Meran, auch die Jury des renommierten Leonce-und-Lena-Preises war »geradezu verzaubert« (Jan Koneffke) von ihren neuen Gedichten – hier liegen sie endlich vor. Ulrike Almut Sandig wurde 1979 in Großenhain geboren und wuchs in einem Pfarrhaushalt in Sachsen auf. Ihre Gedichte wurden vielfach verfilmt und ausgezeichnet, unter anderem mit dem Leonce-und-Lena-Preis 2009. Für ihre Sprechkonzerte und Hörstücke arbeitet sie eng mit Musikerinnen und Komponisten zusammen. Neben drei Gedichtbänden erschienen bisher zwei Hörbücher, die Erzählungen FLAMINGOS (2010) und BUCH GEGEN DAS VERSCHWINDEN (2015) sowie zahlreiche Hörspiele. 2017 wurde sie mit dem Literaturpreis Text & Sprache des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft ausgezeichnet. Sie lebt mit ihrer Familie in Berlin.

     

    Es sind nicht die wilden Tiere Afrikas. Nein, Herr Weber gibt nichts auf Elefanten oder Zebras. Er wildert in seinen Erzählungen direkt vor der Haustür, macht Streifzüge durch seine heldenhafte Kindheit, feuert auf die eigene Sippschaft, schießt auf die bösen Nachbarn und trifft dabei nicht selten sich selbst. "Was sind das bloß für Menschen, frage ich. Sehr einfache Menschen, schlägt Claudia vor und ich stimme zu. Nichts zu Fressen im Haus, aber nen Flatscreen an der Wand, sagt Claudia und schüttelt ungläubig den Kopf." Andreas Weber (*1971) studierte Kulturwissenschaften, Geschichte und Philosophie. Momentan arbeitet er als Kulturveranstalter und Autor und sitzt im Kulturrat Münsterland. Er organisiert die Wortbühne „TatWort“ im Kulturzentrum cuba in Münster, den Poetry Slam im Alten Schlachthof Soest und die Spoken Word Reihe in der Lagerhalle Osnabrück. 2008 schaffte er mit dem NRW Poetry Slam ein neues Netzwerk für Performance Literatur in NRW.

     

    Jean-Philippe Kindler ist 21 Jahre alt und an seinem Vornamen sieht man ggf. schon, dass er nicht in Düsseldorf geboren wurde, sondern in Duisburg. Er studiert Rhetorik in Tübingen. Gerade arbeitet er an seine erste Veröffentlichnung die 2018 erscheinen soll.