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19. September 2017

  • Lesegarten – Die literarische Krabbelgruppe, 12 – 36 Monate

    10:00 Uhr

    Kinder- und Jugendbibliothek der Zentralbibliothek

    Bertha-von-Suttner-Platz 1,

    Tel. 0211 – 8992970, E-Mail stbauskunft.kinder@duesseldorf.de

    Anmeldung ab 1.8. 2017 möglich.

     

     

  • Frisch gepresst: Enno Stahl, Spätkirmes

    18:00 Uhr

    Lernstudio der Zentralbibliothek

    Bertha-von-Suttner-Platz 1

    40227 Düsseldorf

    Eintritt frei

     

    Hannes Tannert und seine Frau Meta wohnen seit kurzer Zeit im kleinen rheinischen Städtchen Kirchheim. Er ist Juniorprofessor in einem befristeten Anstellungsverhältnis, sie seit der Geburt der gemeinsamen Tochter auf 400-Euro-Basis tätig. Während Meta das Leben in der Kleinstadt gefällt, zieht es Hannes nach Berlin. Er verachtet die „einfachen Leute“ und wird mit den Bewohnern Kirchheims nicht warm. Was Meta nicht weiß: Hannes wird bald seinen Job verlieren. Auf der zur Feier des 175-jährigen Jubiläums des örtlichen Bürgerschützenvereins organisierten „Spätkirmes“ eskaliert schließlich die familiäre Idylle…

    Moderation: Michael Serrer, Leiter des Literaturbüros NRW

  • Lesung mit Jiří Hájíček: "Dešťová hůl" (Der Regenstab)

    19:00 Uhr

    STIFTUNG GERHART-HAUPTMANN-HAUS

    Bismarckstr. 90

    40210 Düsseldorf

    Eintritt frei

     

    Der Roman »Dešťová hůl« des begnadeten Erzählers Jiří Hájíček war eines der wichtigsten tschechischen Bücher des vergangenen Jahres. Es wurde zum Buch des Jahres 2016 gewählt und im Frühjahr 2017 mit dem Preis Česká kniha ausgezeichnet. Der aus Südböhmen stammende und mit seiner Heimatregion auch literarisch eng verbundene Autor erzählt in seinem neuen Buch eine spannende Geschichte, in der es um Bodenspekulation und betrügerische Machenschaften auf dem Lande geht.

    Der Grundstücksverwalter Zbyněk will seiner ehemaligen Geliebten in einer anscheinend einfachen Eigentumsangelegenheit helfen. Dazu kehrt er aufs Land zurück, in die Welt seiner Kindheit und Jugend. Dort kommt er nicht nur betrügerischen Machenschaften von angesehenen Gemeindevertretern auf die Spur, sondern muss sich eine persönliche Krise und Eheprobleme eingestehen. Zbyněk kämpft mit Schlaflosigkeit, irrt durch Katasterkarten und Landschaften – und über ihm schwebt geistergleich ein wahnwitziger Dorf-Aviator aus dem 18. Jahrhundert. Im entscheidenden Augenblick trägt Zbyněk Kriegsbemalung auf und zieht in den Kampf, um eines Morgens nicht als ein anderer zu erwachen.

    Mit dem Roman beendet Hájíček seine in loser Folge erschienene »ländliche Trilogie der moralischen Unruhe«. Das Düsseldorfer Publikum hat nun noch vor Erscheinen einer deutschen Übersetzung die Möglichkeit, Autor und Roman kennenzulernen. Die Übersetzerin Doris Kouba hat dafür Auszüge ins Deutsche übertragen.

  • Édouard Louis, Im Herzen der Gewalt

    19:30 Uhr

    Heine Haus

    Bolkerstr. 53

    Eintritt 10,-/8,- (erm)

    Tel. 0211.20054294

     

    Nach dem großen Erfolg von »Das Ende von Eddy« dringt Édouard Louis, der literarische Shootingstar Frankreichs, in seinem zweitem Werk erneut mit chirurgischer Sprachpräzision in das allzu Verborgene einer Gesellschaft vor, die ihre Wahrheiten nicht sehen will.

    Moderation und Übersetzung: Hinrich Schmidt-Henkel

    Lesung deutscher Text: Rudolf Müller (Heine Haus)

     

     

  • Trio mit vier Leuten. Zu Gast Lennart Schilgen

    20:00 Uhr


    Butze
    Weißenburgstraße 18Um Spende wird gebeten. Wir empfehlen einen Eintritt von 5,- EUR

     

    Wer hätte das Gedacht? Katinka Buddenkotte, Dagmar Schönleber, Matthias Reuter und Markim Pause lesen in der Butze.


    Unser Gast Lennart Schilgen singt mit Wortwitz und Ironie über innere und äußere Schweinehunde, Black-Metal-Bands, die Liebe und alle anderen, die sich nicht wehren können. Die gute Nachricht ist: meistens will man sich gar nicht wehren. Sondern lieber verhalten mitsingen, schließlich sind die Melodien so hübsch eingängig. Gelegentlich ist das sogar erlaubt, oft scheitert es aber daran, dass es anders weitergeht, als vermutet: mit verwegenen Reimen und Zeilensprüngen dreht er sich selbst das Wort im Munde um, wird vom Draufgänger zum Dran-Vorbei-Schleicher oder vom halben Hemd zum Hooligan.

    Dazu spielt er abwechselnd Klavier und Gitarre, versiert und vielseitig, mal zart, mal rabiat – aber stets im Sinne der Texte, vorgetragen mit grundsolider Heiterkeit und bisweilen bedenklichem Mienenspiel. Was dabei herauskommt ist subtiler Wahnsinn zum Wohlfühlen. Oder, um es mit dem letzten Satz seines Pressetextes zu sagen: Geschichten, wie sie das Leben gerne geschrieben hätte.

    Wohin an diesem Abend? Diese Frage leicht zu beantworten: Zur Lesebühne Trio mit vier Leuten mit Band und Bier in Derendorf. Satirische Geschichten und Songs, Poetry-Slam-Lyrik und Jazz. Im lauschigen Wohnzimmer des Kneipenkollektivs Butze lesen Katinka Buddenkotte, Dagmar Schönleber, Matthias Reuter und Markim Pause regelmäßig neue Texte und widmen sich dem Humor, der ja an einem Dienstag in Düsseldorf auch seinen Platz haben sollte. Und wo, wenn nicht in der Butze? Dazu spielt die Band jazzige Jingles und Improvisiertes mit Groove. Als ganz besonderer Gast ist dieses Mal der mehrfache Gewinner des Poetry Slams der Kurzfilmtage Marco Kreye mit dabei. Gewählten Wortes gibt er Einblicke in seinen eigenen literarischen Marcosmos. Stilvoll! Der Eintritt wird beim Herausgehen erhoben und bewegt sich ohne Subventionen im subventionierten Bereich.

    Oder, wie es die Stiftung Warentest nennen würde: Preis/Leistung: sehr gut.

     

    Kommen Sie früh, dann können Sie sitzen.