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16. Januar 2018

  • Frisch gepresst: Anna Galkina liest aus „Das neue Leben“

    18:00 Uhr

    Lernstudio der Zentralbibliothek

    Bertha-von-Suttner-Platz 1

    40227 Düsseldorf

    Eintritt frei

     

    Unter dem sinkenden Stern der Sowjetunion träumt Nastja Anfang der Neunzigerjahre von Modern Talking und dem fernen Westen, als ihre Mutter beschließt, das verarmte Städtchen nahe Moskau zu verlassen. In Riga soll ein neues Leben beginnen. Nur sind russische Zuwanderer in der frisch unabhängig erklärten lettischen Republik ungern gesehene Gäste. Zum Glück erinnert sich Nastjas Mutter an das Detail im alten sowjetischen Ausweis der weiblichen Familienmitglieder: Volkszugehörigkeit Jüdin. Als „jüdische Kontingentflüchtlinge“ kann das neue Leben in Deutschland für sie beginnen! Welche turbulenten Komplikationen, bürokratische Hürden, tragische

    Zwischenfälle und skurrile Alltagssituationen sich bei der Ankunft in Deutschland ergeben, davon erzählt Anna Galkina in „Das neue Leben“.

    Anna Galkina,geboren und aufgewachsen in Moskau, kam nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion nach Deutschland. Sie lebt als freie Schriftstellerin und Künstlerin in Bonn. 2016 erschien ihr Debütroman „Das kalte Licht der fernen Sterne“ in der FVA, 2017 folgte ihr zweiter Roman „Das neue Leben“

    Moderation: Michael Serrer, Leiter des Literaturbüros NRW

  • Heinrich Heine und Don Quijote

    18:00 Uhr

    Heinrich-Heine-Institut

    Bilker straße 12-14

    40213 Düsseldorf

    Eintritt: 8 Euro (ermäßigt 6 Euro)

     

    Begegnungen zwischen der deutschen und der spanischen Romantik

    In Heinrich Heines Werk ist Spanien sehr präsent: Neben einem Vorwort zum Don Quijote verfasste er zwei Gedichte und eine Tragödie um den Mauren »Almansor«, dessen Geschichte um 1500 in Granada spielt. Diese Werke verweisen symptomatisch auf die besondere transkulturelle Begegnung zwischen Spanien und Deutschland zu seiner Zeit: Für die deutsche Romantik, beginnend mit der Spanienbegeisterung der Gebrüder Schlegel, bildet die spanische Kultur des Mittelalters und der Siglos de Oro eine beliebte Projektionsfläche für romantische Ideale. Die spanische Romantik ist hingegen stark beeinflusst von Werken der deutschen Zeitgenossen.

    Mit diesen Transfer- und Übersetzungsprozessen befassen sich Studierende der Masterstudiengänge Romanistik und Literaturübersetzen an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf in einem Seminar unter der Leitung von PD Dr. Vera Elisabeth Gerling.

    Im Heinrich-Heine-Institut bieten die Seminarteilnehmer-Innen anhand verschiedener Beispiele Einblicke in die literarischen Transfer- und Übersetzungsprozesse dieser besonderen kulturellen Begegnung und laden zur gemeinsamen Diskussion darüber ein.

    Leitung: PD Dr. Vera Elisabeth Gerling