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17. Oktober 2018

  • Almeida und Jan Assmann. Achsenzeit

    19:30 Uhr

    Heine Haus Literaturhaus Düsseldorf

    Bolkerstr. 53

    Eintritt 10,-/8,- (erm.)

    Tel. 0211.20054294

     

    Eine Archäologie der Moderne und Der lange Schatten der Vergangenheit: Erinnerungskultur und Geschichtspolitik.

     

    Autorenlesung und Gespräch in der Reihe Preisträger im Heine Haus, Friedenspreis des deutschen Buchhandels 2018

    Der Stiftungsrat des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels hat die Literatur- und Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann und den Ägyptologen und Kulturwissenschaftler Jan Assmann zu den diesjährigen Preisträgern gewählt. Das Ehepaar bildet eine spannungsvolle, komplementären Einheit, dessen zweistimmiges Werk für die zeitgenössischen Debatten und im Besonderen für ein friedliches Zusammenleben auf der Welt von großer Bedeutung ist. Im Heine Haus lesen sie aus ihren neuen Büchern und diskutieren ihr Werk.

     

     

  • In Memoriam Jean Améry

    19:30 Uhr

    Buchhandlung BiBaBuZe

    Aachener Str. 1

    40223 Düsseldorf

    Eintritt 6 Euro

     

    40 Jahre ist es nun schon her, dass Jean Amery Hand an sich legte. Anlass, diesen großen Leidenden, Denkenden, Streitenden in die Erinnerung bringen. Der in Österreich in kleinbürgerlichen Verhältnissen aufgewachsene, plötzlich zum „Nicht-Nicht-Juden“ geworden, von den Nationalsozialisten als Mitglied des belgischen Widerstands gefoltert und durch Todeslager geschickte Hans Mayer fand sich nach dem Krieg zwischen allen Stühlen wieder, getrieben von dem unbedingten Willen, von den Schrecken Zeugnis zu geben, Schriftsteller (das Höchste: die Anerkennung als Romancier) und Kritiker von solchem Gewicht zu sein, dass er an der doch unmöglichen Verbesserung des „Geistes“ mit zu schaffen wüsste. Und dabei ebenso getrieben von der Sehnsucht nach dem Tod, bzw dem „Freitod“, der für ihn die einzig oder letztmögliche Befreiung von der Zerstörung des Lebens in und durch den Körper ist, oder genauer: um paradox aus eigenem Willen das aufzuheben (zurückzuweisen), was ihm angetan wurde. Wir wollen darstellen, wie sich dieser Mann in verschiedenen Konstellationen zu entfalten oder zu behaupten strebte, was ihm das abverlangte und welche Funktion er freiwillig–unfreiwillig in der westdeutschen Kultur der Nachkriegszeit spielte.