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12. April 2018

  • Andreas Platthaus, 18/19. Der Krieg nach dem Krieg

    19:30 Uhr

    Heine Haus Literaturhaus Düsseldorf

    Bolkerstr. 53

    40213 Düsseldorf.

    Eintritt: EUR 10,–/8,– (erm.)

     

    Der September 1918 sollte endlich den Sieg bringen. Mit der letzten großen Offensive des deutschen Heeres setzt Andreas Platthaus’ packende Darstellung ein, in der er die Zeit vom Herbst 1918 bis zum Sommer 1919 als einen einzigen großen Gewaltzusammenhang erzählt. Denn mit dem Waffenstillstand war der Krieg keineswegs beendet. 2018 jährt sich der eigentliche Beginn des «kurzen» 20. Jahrhunderts zum hundertsten Mal. Mit den Jahrestagen von Waffenstillstand, Novemberrevolution, Republikgründung, Münchner Räterepublik und Versailles schildert Platthaus, Ressortleiter Literatur und literarische Leben bei der FAZ, den Krieg nach dem Krieg und den Anfang einer schrecklichen Moderne. Die packende Analyse jenes historischen Moments, in dem für einen Augenblick alles möglich schien – bevor auf verhängnisvolle Weise die Weichen für die Zukunft gestellt wurden.

     

  • "Mit Goethe in wilder Ehe" Der Briefwechsel: Christiane Vulpius und Johann Wolfgang Goethe

    20:00 Uhr

    Zentralbibliothek

    Bertha-von-Suttner-Platz 1

    40227 Düsseldorf

    Eintritt frei

     

    Mit Christiane Lemm und Peter Welk

    So-Young Jeon mit Klaviermusik von Robert Schumann

    1788 treffen sich Christiane Vulpius und Johann Wolfgang Goethe im Park an der Ilm. Es muss Liebe auf den ersten Blick gewesen sein. 600 ihrer Briefe sind erhalten geblieben, die erzählen, wie das Paar lebte: ohne Geheimnis in wilder Ehe. Im Briefwechsel mit seinem „kleinen Schatz“ Christiane lernen wir Johann Wolfgang Goethe berührend menschlich kennen. Sie schreibt ihm: „Dass dir meine Briefe Freude machen, macht mich glücklich, und da will ich dir recht oft schreiben. Ich wollte, ich wär noch bei dir, ohne dich ist doch alles nichts.“ Er schreibt ihr: „...wobei ich mich immer mehr überzeuge: Von Osten nach Westen, zu Hause am besten.“ Christiane Lemm und Peter Welk lassen die liebenswerte Bürgerlichkeit der beiden lebendig werden. Pianistin So-Young Jeon untermalt die Genre-Bilder mit Robert Schumanns blühender Romantik.

  • Thorsten Nagelschmidt: Der Abfall der Herzen

    20:00 Uhr

    zakk

    Fichtenstraße 40

    Eintritt: VVK € 12/ AK € 15

     

    "Wann hast du eigentlich aufgehört, mich zu hassen?"

    "Als du mir den Brief geschrieben hast."

    "Was für einen Brief?"

    Und er beginnt sich zu fragen, was er sonst noch vergessen hat von diesem Sommer 1999. Nagel lebte damals in seiner ersten WG, hielt sich mit Nebenjobs über Wasser und verschwendete kaum einen Gedanken an die Zukunft. Damals, als ein Jahrhundert zu Ende ging, man im Regional-Express noch rauchen durfte und nur Angeber ein Handy hatten. Dann änderte sich alles, plötzlich und unvorhergesehen verwandelte sich seine Welt in einen Scherbenhaufen. Thorsten Nagelschmidt hat einen Roman über Liebe, Freundschaft und Verrat geschrieben. Über einen letzten großen Sommer und die Spurensuche 16 Jahre später.

    Thorsten Nagelschmidt, geboren 1976 im Münsterland, ist Autor, Musiker und Künstler. Bis 2009 war er Sänger, Texter und Gitarrist der Band "Muff Potter". Unter dem Namen Nagel veröffentlichte er die Bücher "Wo die wilden Maden graben" (2007), "Was kostet die Welt“ (2010) und "Drive-By Shots" (2015). Thorsten Nagelschmidt lebt in Berlin.

    "Thorsten Nagelschmidt schafft es vertraute Gedanken auf Abstand zu bringen und aus der Distanz zu betrachten, sodass man sich als Leser fragt: Wie war das damals eigentlich bei mir, als ich Tage- buch geschrieben habe und das erste Mal länger als drei Wochen mit einer Frau zusammen war? Aus diesem persönlichen Brücken- schlag resultiert die Kraft, mit der Thorsten Nagelschmidt seinen Leser in die Lektüre hineinzieht." (Axel Prahl)

    "Musik, Fotografie, Literatur, Kunst … Nagel kann alles. Es macht mich krank.“ (John Niven)