zurück

13. Juni 2018

  • Gretchen Dutschke 1968 – Worauf wir stolz sein dürfen

    18:00 Uhr

    Heinrich-Heine-Institut

    Bilker Straße 12-14

    40213 Düsseldorf

    Eintritt: 7 Euro (erm. 5 Euro) inkl. kleiner Empfang

    Vorbestellung/ Kartenverkauf: Heinrich-Heine-Institut, Tel. 0211-8995571

     

    »Die drei Jahre zwischen 1966 und 1969 verliefen wie im Rausch, mal strahlend hell, mal im tiefsten Dunkel, euphorisch und verzweifelt, fast wie im Kino. Nur mit dem Unterschied, dass wir keine Zuschauer waren, sondern Akteure, mittendrin. Die Zeit hat uns geprägt, und wir haben die Zeit geprägt. Das gilt bis heute.«

    Gretchen Dutschke interpretiert die kurze Geschichte der »68er« als eine antiautoritäre Kulturrevolution, in deren Folge sich die Entwicklung hin zu einer offenen, demokratischen und toleranten Gesellschaft in der Bundesrepublik vollzog.

    1942 in Oak Park, Illinois, geboren, ging die Autorin 1964 zum Studium der Theologie nach Deutschland, wo sie in Westberlin Rudi Dutschke kennenlernte. 1966 heirateten sie. Das Attentat am 11. April 1968 überlebte Dutschke schwer verletzt und starb 1979. Gretchen Dutschke lebt nach langen Jahren in Dänemark und den USA heute wieder in Berlin.

    Moderation: Dr. Mithu Sanyal (Kulturwissenschaftlerin, WDR)

     

  • Theresia Enzensberger, Blaupause

    19:00 Uhr

    Haus der Architekten (Seminarraum I)

    Zollhof 1

    40221 Düsseldorf

    Eintritt frei

     

    Weimar in den 20iger Jahren: Voller Elan beginnt Luise Schilling ihr Studium an der Bauhaus-Akademie. Ihre Lehrer haben so illustre Namen wie Walter Gropius, Wassiliy Kandinsky oder Paul Klee, die junge Frau glaubt an die gesellschaftlichen Utopien, die das Bauhaus propagiert, und auch an das Versprechen des Gründers: „Absolute Gleichberechtigung“. Als einzige Studentin in einem bisher allein dem „starken Geschlecht“ vorbehaltenen Fach – der Architektur – stößt sie schnell an ihre Grenzen, und auch sonst stellt sich bald Desillusionierung ein: „Immerhin habe ich jetzt Gewissheit darüber, dass all die Regeln, Bräuche und Rituale dieser Gruppe letztlich nicht mehr sind als Instrumente, um andere Leute auszuschließen … Darüber, dass ihre Gedankenwelt, die mir so anziehend erschien, an der Realität scheitern muss, eben weil sie so weltvergessen ist.“

    Theresia Enzensberger, die seit ihrem Studium der Filmwissenschaft als freie Journalistin für verschiedene Zeitungen arbeitet, ist mit ihrem ersten Roman einiges gelungen: das Porträt einer jungen Frau, die sich in einer aufregenden Epoche mit großen Utopien gegen festgefahrene Strukturen und Ungerechtigkeiten behaupten muss.

    Im Anschluss an die Lesung findet ein Gespräch mit Mitarbeitern der Architektenkammer NRW und der Kunstsammlung NRW statt, wo zeitgleich die Ausstellung „Anni Albers“ gezeigt wird.

    Moderation: Maren Jungclaus, Literaturbüro NRW

     

  • Manfred Wilke: Alexander Solschenizyns Archipel Gulag

    19:00 Uhr

    Literaturbüro NRW/ Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus

    Bismarckstraße 90

    40210 Düsseldorf

    Eintritt frei

     

    Alexander Solschenizyn (1918-2008) hat 1970 den Literaturnobelpreis erhalten. Seither endgültig ein weltbekannter Autor, ließ der prominente Regimekritiker unter dem Verfolgungsdruck des kommunistischen Regimes in der Sowjetunion Ende 1973 sein Hauptwerk Archipel Gulag in den USA veröffentlichen. Nicht einmal zwei Monate später wurde Solschenizyn zwangsweise ausgebürgert

    und gegen seinen Willen nach Westdeutschland gebracht. Hier fand er zunächst Aufnahme bei seinem Freund Heinrich Böll. Archipel Gulag indes, in dem das schon von Lenin begründete

    gigantische System der Zwangsarbeitslager umfassend dargestellt wird, erwies sich als „ein Buch wie eine Bombe“. Insbesondere die politische Linke im Westen wurde dadurch tief verunsichert und stritt über den „wahren Sozialismus“. Der Politikwissenschaftler Manfred Wilke, befreundet mit Rudi Dutschke und damals selbst Akteur, resümiert die Diskussion und setzt aktuelle Bezüge.

    Im Rahmen der "Düsseldorfer Literaturtage"

  • Diskreditierung der Revolution? – Die Sowjetunion, Solschenizyn und die westliche Linke

    19:00 Uhr

    Literaturbüro NRW/ Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus

    Bismarckstraße 90

    40210 Düsseldorf

    Eintritt frei

     

    Lesung und Diskussion mit Manfred Wilke

    Alexander Solschenizyn (1918–2008) hat 1970 den Literaturnobelpreis erhalten. Seither endgültig ein weltbekannter Autor, ließ der prominente Regimekritiker unter dem Verfolgungsdruck des kommunistischen Regimes in der Sowjetunion Ende 1973 sein Hauptwerk „Archipel Gulag" in den USA veröffentlichen. Nicht einmal zwei Monate später wurde Solschenizyn zwangsweise ausgebürgert und gegen seinen Willen nach Westdeutschland gebracht. Hier fand er zunächst Aufnahme bei seinem Freund Heinrich Böll. „Archipel Gulag" indes, in dem das schon von Lenin begründete gigantische System der Zwangsarbeitslager umfassend dargestellt wird, erwies sich als „ein Buch wie eine Bombe“. Insbesondere die politische Linke im Westen wurde dadurch tief verunsichert und stritt über den „wahren Sozialismus“. Der Politikwissenschaftler Manfred Wilke, befreundet mit Rudi Dutschke und damals selbst Akteur, resümiert die Diskussion und setzt aktuelle Bezüge.

    Moderation: Prof. Dr. Winfried Halder

     

     

  • Die ‚ Welt der Weltliteratur ‘ und die Schriftsteller der Gegenwart

    20:00 Uhr

    Goethe-Museum

    Jacobistraße 2

    40211 Düsseldorf

    Eintritt frei

     

    Vortrag von Prof. Dr. Peter Goßens,

    Ruhr-Universität Bochum