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Juni 2018

  • Max Scharnigg, Der restliche Sommer

    02.06.2018

    15:00 Uhr

    Theatermuseum im Hofgarten

    Jägerhofstraße 1

    40479 Düsseldorf

    Eintritt frei

     

    Reisebilder im Hofgarten

     

    Manchmal passiert noch was. Tin überlebt einen Anschlag. Paul tritt in ein Petermännchen. Sara beschließt, irgendwann Lohnsteuer zu bezahlen. Sie reisen dem Sommer nach, auf der Flucht vor ihrem alten Leben. Und vor Tin, der Sara dringend noch etwas sagen wollte. Der aber jetzt in einem Krankenhaus liegt, in dem die Ärzte immer die Worte Bombe und Tumor verwechseln. Sonja wird aus Versehen zum Vorbild für Millionen junger Frauen. Dabei hatte sie eigentlich nur ein Problem damit, bei der Altersangabe so weit nach unten scrollen zu müssen. Und alle zusammen haben wirklich eine Scheißangst vor Tove Boll. Damit müssen sie wohl leben. Genau wie mit der Frage, ob es unter bestimmten Umständen okay wäre, eine Biobäckerei in die Luft zu jagen.
    Den einführenden Text von Heinrich Heine liest Alexeij Lochmann.

  • Blaue Stunde in der Destille

    02.06.2018

    17:00 Uhr

    DESTILLE

    Bilker Straße 46

    40213 Düsseldorf
    Eintritt frei

     

    Offene Lesebühne - Texte willkommen!

  • Die Goethes in Weimar. Verfall einer Familie.

    03.06.2018

    11:00 Uhr

    Goethe-Museum

    Jacobistraße 2

    40211 Düsseldorf

    Eintritt frei

     

    Buchvorstellung, Lesung und Podiums-gespräch mit Dr. Herbert Schmidt, Düsseldorf

    Rezitation: Bernt Hahn

    Musik: Vasilena Krastanova

  • Jüdische Künstler in jiddischen Büchern und Zeitschriften

    04.06.2018

    17:00 Uhr

    Goethe-Museum Düsseldorf/Anton-und-Katharina-Kippenberg-Stiftung

    Jacobistr. 2

    40211 Düsseldorf

    Eintritt frei

    Um Anmeldung wird gebeten unter Tel. 0211-899 6262 oder per E-Mail: goethemuseum@duesseldorf.de

     

    Russische Künstler aus der Sammlung LS des Van-Abbe-Museums Eindhoven

    Jüdische Avantgarde-Künstler, die sich für jüdische Kultur interessierten, illustrierten häufig jiddischsprachige Bücher und gestalteten Buch- oder Zeitschriftencover jiddischsprachiger Zeitschriften. Dass sie sich oft auch mit der Frage beschäftigten, wie eine ‚jüdische Kunst’ beschaffen sein müsse, reflektieren ihre Zeichnungen und Graphiken. Aspekte dieser zeitgenössischen Kunstpositionen werden in der Ausstellung beleuchtet. Prominente Vertreter auf der Suche nach einer national-kulturellen Identität waren unter anderem Marc Chagall und El Lissitzky. Neben ihren Graphiken werden auch hierzulande weniger bekannte russisch-jüdische Zeitgenossen aus dem Beginn der Moderne vertreten sein, die es zu entdecken gilt.

    Die Sonderausstellung ‚Jüdische Künstler in jiddischen Büchern und Zeitschriften. Russische Künstler aus der Sammlung LS des Van Abbemuseum, Eindhoven‘ wurde in Kooperation mit der LS Collection des Van Abbemuseum Eindhoven und der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf konzipiert und realisiert.

    Während der Ausstellungsdauer (4.6. - 1.7.2018) finden jeweils Samstags um 15 Uhr sowie Sonntags um 11 Uhr öffentliche Führungen durch die Ausstellung statt. Treffpunkt ist jeweils 10 Minuten vor Führungsbeginn im Foyer des Goethe-Museums.

     

     

  • Jürgen Neffe liest "Marx. Der Unvollendete"

    04.06.2018

    20:00 Uhr

    Zentralbibliothek

    „Lesefenster“

    Bertha-von-Suttner-Platz 1

    40227 Düsseldorf

    Eintritt frei

     

    Die aktuelle Biografie über Leben und Werk des Philosophen und Gesellschaftskritikers Karl Marx, der revolutionäre Querkopf und Vordenker des 19. Jahrhunderts, ist wieder da. Seit der Kommunismus in seinem Namen – aber nicht in seinem Sinne – Geschichte ist, feiert er ein bemerkenswertes Comeback. Anlässlich seines 200. Geburtstags erkundet Jürgen Neffe dessen Ursachen – in Marx´ Schriften wie in seiner Biografie. Er schildert das Leben eines Flüchtlings und geduldeten Staatenlosen, der für seine Überzeugungen keine Opfer scheut. Weder Krankheit, Armut, Ehekrisen noch Familientragödien halten ihn davon ab, beharrlich an seinem Werk zu arbeiten. Mit seiner Analyse des Kapitalismus als entfesseltes System sagt er die globalisierte Welt unserer Tage bis hin zur Finanzkrise voraus. Neffe zeichnet die Entwicklung der Marx'schen Gedankenwelt von Entfremdung und Ausbeutung in den Frühschriften bis zur ausgereiften Krisentheorie im Kapital nicht nur nach. Als erfahrener Popularisierer der Wissenschaft erklärt er die Theorien in verständlicher Form und konfrontiert sie mit der Realität des 21. Jahrhunderts.

    Im Rahmen der "Düsseldorfer Literaturtage"

  • Barbara Zoeke, Die Stunde der Spezialisten

    05.06.2018

    19:00 Uhr

    Heinrich-Heine-Institut

    Bilker Straße 12-14

    40213 Düsseldorf

    Eintritt: 7 Euro (erm. 5 Euro) inkl. kleiner Empfang

    Vorbestellung/ Kartenverkauf: Heinrich-Heine-Institut, Tel. 0211-8995571

     

    »Max, bleiben Sie nicht in diesem Land der Verbrecher. Denken Sie an Heines düstere Prophezeiung.«

    „Euthanasie“ war im Nationalsozialismus eine der grauenhaften Folgen der angestrebten biologischen Revolution zur Züchtung eines besseren Menschen. Barbara Zoeke erzählt von Behinderten und sozial Unerwünschten, einem kleinen Kreis um den nervenkranken Altertumsforscher Max König 1940 in den Anstalten Wittenau. Empathisch und erschütternd klar gelingt es ihr, dieses Verbrechen zu vergegenwärtigen und den Opfern, Angehörigen und Tätern eine literarische Stimme zu geben.

    Barbara Zoeke ist habilitierte Psychologin. Neben wissenschaftlichen Arbeiten zur Wahrnehmung und zum Gedächtnis veröffentlicht sie erzählende Prosa, Lyrik und Sachbuchtexte. Barbara Zoeke lebt seit 2008 in Berlin. Für ihren Roman „Die Stunde der Spezialisten“ wurde sie mit dem Brüder-Grimm-Preis 2017 der Stadt Hanau ausgezeichnet.

    Moderation: Dr. Karin Füllner

     

     

     

  • Vernissage der Treppenhausausstellung: EXPERIMENTALE 2018 – Texte zu Romantik und Revolution

    06.06.2018

    19:00 Uhr

    Heinrich-Heine-Institut

    Bilker Straße 12-14

    40213 Düsseldorf

    Eintritt frei

     

    Mit Adrian Kasnitz und Stan Lafleur

    Bei der diesjährigen EXPERIMENTALE, der 5. bislang, die das Heine-Institut organisiert, steht alles im Zeichen der Romantik und der Revolution, passend zur Bilker Straße, die mit Schumannhaus, Heine-Institut und Palais Wittgenstein selbst eine Straße beider eigentlich konträr scheinender Bewegungen ist. Die Kölner Lyriker Adrian Kasnitz und Stan Lafleur haben im Rahmen eines Schreibworkshops mit Schülern des Düsseldorfer Comenius-Gymnasiums, der Dieter-Forte-Gesamtschule und des Vereins Düssel-Buntu e.V. Texte zu Romantik und Revolution erarbeitet, die während der Düsseldorfer Literaturtage im Rahmen einer Treppenhausausstellung präsentiert werden. Zur Eröffnung lesen einige der Workshopteilnehmerinnen und -teilnehmer ihre Beiträge, Adrian Kasnitz liest Lyrik und Stan Lafleur rezitiert aus seinem Buch „Rheinmeditationen“. Außerdem wird im Anschluss eine kleine Broschüre mit den Arbeiten der Schülerinnen und Schüler erscheinen.

     

    Ausstellungsdauer: 6.6. bis 30.6.2018

    Im Rahmen der "Düsseldorfer Literaturtage"

     

  • Books & Friends mit Josefine Rieks

    06.06.2018

    20:00 Uhr

    Hotel Friends

    Worringer Str. 94-96

    40210 Düsseldorf

    Eintritt frei, Spende erwünscht.

     

    Moderator Dorian Steinhoff lädt vier Mal im Jahr das Aufwühlendste und Schönste aus der jungen Bücherwelt zwischen Syltsand und Almwiese an den Rhein. Die Abende sind jedes Mal ein fröhlicher Punsch aus Textjingles, alternativen Romananfängen, wilden Plotideen und anderen Überraschungen. Alles in bunt, aber nicht zu grell. Außerdem wird bestimmt auch vorgelesen.

    „Serverland“ ist ein Zukunftsroman über die Gegenwart: "Aufregend abgründig: Digitale Deppen. Kaputte Freaks. Typen, die von nichts eine Ahnung haben.“ (Jan Brandt)

    Josefine Rieks wurde 1988 in Höxter geboren, studierte Philosophie und lebt in Berlin.
    Im Rahmen der Düsseldorfer Literaturtage 2018

     

     

     

  • Alfred Döblins November 1918. Eine deutsche Revolution

    06.06.2018

    20:00 Uhr

    Literaturbüro NRW/ Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus

    Bismarckstraße 90

    40210 Düsseldorf

    Eintritt frei

     

    „Und nun bin ich da. Und ich will da sein, zehnmal mehr als damals, als ich in den Krieg ging und aus dem Graben sprang und der Splitter mich traf. Jetzt – fordere ich etwas. Friede. Süßer himmlischer Friede. Wir sind da. Er hat unser Gesicht.“ Die letzten sinnlosen Tage des Ersten Weltkriegs sind vorüber. Die Soldaten werden notdürftig zusammengeflickt aus den Lazaretten entlassen. Unter ihnen Friedrich Becker. Von den Schrecken des Krieges aufs Tiefste verstört und inmitten einer politisch chaotischen Aufbruchstimmung, in der zwischen proletarischer Revolution und Militärdiktatur alles offen zu sein scheint, ist Becker auf der Suche nach einem wahrhaftigeren Weg. Diese Suche beschrieb Alfred Döblin in seiner Tetralogie November 1918. Eine deutsche Revolution, die erst Jahre nach seinem Tod vollständig erschien. Der einflussreiche Literaturkritiker Hans Mayer sah darin das „im Konzept wie in der Erzählform wichtigste und sicher das folgerichtigste Werk des Epikers Döblin“. Trotzdem ist November 1918 noch immer – vor allem im Vergleich zu Döblins Berlin Alexanderplatz – verhältnismäßig unbekannt. Zu Unrecht – wie die kommentierte Lesung mit Andreas Bialas (MdL) und Prof. Dr. Winfried Halder (Leiter des Gerhart-Hauptmann-Hauses) zeigt.

     

     

     

  • LESETHEATER MIT STIMME UND ZWEI GITARREN (Teil 4)

    07.06.2018

    18:30 Uhr

    Café Stilbruch

    Benderstrasse 84

    40625 Düsseldorf-Gerresheim

     

    Klaus Grabenhorst trifft „Blindfish“ Pete (Peter Westheiden)

  • DüsselTrio mit mit Thomas Christen, Florence Hervé und Wulf Noll

    07.06.2018

    19:30 Uhr

    Stadtbücherei Wersten

    Liebfrauenstraße 1

    40591 Düsseldorf

    Eintritt frei

     

    Ein junger, pikaresker Dichter, Eremit und Waldarbeiter steht im Zentrum von Wulf Nolls neuem Buch, in dem er das Revolutionsjahr 1968 unter die Lupe nimmt: Der „Hippiefürst“ verschreibt sich einer an die Beat-Bewegung angelehnten Lebens- und Liebesphilosophie, die er selbst entwickelt und verkündet.

    Klugen, starken, rebellisch revolutionären Frauengestalten aus Geschichte und Gegenwart hat die deutsch-französische Autorin und Journalistin Florence Hervé zahlreiche Bücher und Artikel gewidmet, und vielen von ihnen mit dem Lexikon der Rebellinnen oder dem Buch Frauenbewegung und revolutionäre Arbeiterbewegung Denkmäler gesetzt. Doch Frauen sind nur ein Thema der „unbeugsamen Aufklärerin“, die seit Mitte der 60er Jahre in Flingern lebt, wenn sie nicht auf Reisen ist durch Wüsten, Wasser und Berge – auf der Suche nach neuen Herausforderungen und Geschichten.

    ton/Art/wort überschreibt Thomas Christen seine Webseite und weist damit schon darauf hin, dass er sich nicht auf ein Genre festlegen lässt. Schreiben tut er Bücher genauso wie Songtexte und er hat an diesem Abend sein neuestes Werk dabei: In Rohrsänger beschreibt er den langen Weg einer Familie von Afghanistan nach Deutschland, die sich nicht mit ihrem Schicksal abfindet und mit ihrer Flucht gegen die Ungerechtigkeiten und Grausamkeiten des Lebens revoltiert.

     

    Moderation: Maren Jungclaus, Literaturbüro NRW

     

  • Blick hinter die Kulissen: Friedrich Dönhoff und Christian Schünemann

    07.06.2018

    19:30 Uhr

    Marina Düsseldorf

    Am Handelshafen 30

    40221 Düsseldorf

    Eintritt: 19,- € inkl. einem Glas Wein/Wasser

    VVK: Bolland & Böttcher, Tel.: 0211- 691 35 71

    Info@bollandundboettcher.de

     

    Sie wollten Sie immer schon gerne wissen, wie Krimiautoren auf ihre Ideen für ihre Mordfälle kommen? Wie sie recherchieren und ihre Figuren entwickeln? Wir haben die prominenten Autoren Friedrich Dönhoff und Christian Schünemann eingeladen, die sich über ihre persönlichen Erfahrungen und Vorlieben unterhalten und uns dabei einen Blick in die geheime Welt des Bücherschreibens preisgeben werden. Sie lesen dazu exemplarisch aus ihren Krimis, die im Diogenes Verlag erschienen sind.

    Friedrich Dönhoff lebt in Hamburg und ist Autor der Krimireihe um den jungen Kommissar Sebastian Fink.

    Christian Schünemann kommt aus Berlin und arbeitet als Storyliner und Drehbuchautor. Er hat mehrere Romane um die Spezialistin für internationales Strafrecht Milena Lukin verfasst.

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Eva Almstädt, Ostseerache. Pia Korittkis dreizehnter Fal

    07.06.2018

    20:15 Uhr

    Mayersche Droste

    Königsallee 18

    40212 Düsseldorf

    Eintritt: 12,- €

    Eintrittskarten sind in den Mayerschen Buchhandlungen oder unter www.mayersche.de erhältlich.

     

    In einem beschaulichen Dorf an der Ostsee wird eine junge Frau auf grausame Weise ermordet. Die Dorfbewohner verdächtigen Flora, die als Jugendliche eine Mitschuld am Tod eines Nachbarjungen gehabt haben soll und die nun wieder in ihr Elternhaus zurückgekehrt ist. Die Mordkommission Lübeck ermittelt. Auch Kommissarin Pia Korittki, die gerade ihre Hochzeit plant, sieht einen Zusammenhang zwischen beiden Ereignissen und rollt den früheren Todesfall wieder auf. Schon bald muss sie fürchten, dass es nicht bei diesen zwei Morden bleiben wird...

    Eva Almstädt, 1965 in Hamburg geboren und dort auch aufgewachsen, absolvierte eine Ausbildung in den Fernsehproduktionsanstalten der Studio Hamburg GmbH und studierte Innenarchitektur in Hannover. Seit 2001 ist sie freie Autorin.

  • Auf ein Date mit David Friedrich

    07.06.2018

    21:00 Uhr

    zakk Club

    Fichtenstraße 40

    40233 Düsseldorf

    Eintritt: VVK € 11 / AK € 14

    David Friedrich ist Poetry Slammer und Moderator und gehört zu den talentiertesten Bühnenpoeten des Landes. Im zarten Alter von 15 Jahren begann der junge Künstler in seiner Geburtsstadt München mit ersten Auftritten auf Poetry-Slam-Bühnen. 2011 zog es David in die Slam-Metropole Hamburg, seither geht es für ihn nur noch bergauf. Finalist bei den deutschsprachigen Poetry-Slam Meisterschaften 2013 und 2015, Hamburger Stadtmeister 2013 und 1014 und Schleswig-Holstein-Meister 2016. Performance-gestählt durch zahlreiche Projekte von Lesebühnen bis zum Jazz Slam mit Big Band - Begleitung bringt David seine ganz eigene Wortakrobatik auf die Bühne – und unter die Menschen. Im Oktober 2016 erschien mit dem Lyrikband „Solange es draußen brennt“ seine dritte Buchveröffentlichung. Mittlerweile ist David Friedrich Moderator beim Kinderkanal, gemeinsam mit Clarissa Correa da Silva präsentiert er den "Kummerkasten".

     

     

     

  • Text&Ton – Revolution!

    08.06.2018

    18:30 Uhr

    Maxhaus Katholisches Stadthaus

    Schulstraße 11

    40213 Düsseldorf

    Eintritt: 44,50 Euro (inkl. Sektempfang und 4 Gänge-Menü)

    Vorbestellung/ Kartenverkauf:

    Nur mit Voranmeldung, im Maxhaus-Foyer Tel. 0211.9010 252 oder eintrittskarten@maxhaus.de

     

    Heinrich-Heine-Literaturdinner

    „Ich bin der Sohn der Revolution“, schreibt Heine begeistert, als er auf Helgoland von der Julirevolution in Frankreich hört. Fasziniert siedelt er 1831 nach Paris über, um in der „Hauptstadt der Revolution“, im geistigen und künstlerischen Zentrum Europas, die neuen Entwicklungen in Politik, Kunst, Theater, Literatur und Musik mitzuerleben und als Schriftsteller mitzugestalten.

    Zu einem ausgewählten Vier-Gänge-Menü werden mit Heines Texten und Briefen literarische Genüssekredenzt, am Flügel erklingen Revolutionsmelodien. Von der Krebssuppe bis zu den Apfeltörtchen, an alle Sinne appelliert Heine mit seinem Plädoyer für die Ideen der großen französischen Revolution von 1789, seiner Napoleonverehrung, seiner Sympathie für die Julirevolution von 1830 sowie seiner Enttäuschung über das „Weltkuddelmuddel“ der Februarrevolution 1848.

    Moderation und Rezitation: Dr. Karin Füllner und Dr. Ursula Roth

     

     

  • Wolfgang Niess: Die Revolution von 1918/19: Der wahre Beginn unserer Demokratie

    08.06.2018

    19:00 Uhr

    Literaturbüro NRW/ Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus

    Bismarckstraße 90

    40210 Düsseldorf

    Eintritt frei

     

    Vor 100 Jahren: Die erste erfolgreiche Revolution in Deutschland läutet die Demokratie ein. Der Aufstand beginnt bei der deutschen Hochseeflotte, als Matrosen sich weigern, trotz der bereits feststehenden Kriegsniederlage zu einem letzten Gefecht gegen die britische Royal Navy auszulaufen. Er verbreitet sich in wenigen Tagen über das ganze Deutsche Reich und erreicht am 9. November 1918 Berlin. Hunderttausende Arbeiter demonstrieren, die Garnisonen schließen sich an. Der Reichskanzler gibt die Abdankung des Kaisers bekannt, die Monarchie bricht zusammen, die Republik wird ausgerufen. In Die Revolution von 1918/19 schildert die Umstände, denen wir die erste deutsche Republik verdanken. Niess, Historiker, Autor und Moderator, war leitender Redakteur beim SWR Fernsehen. Er ist Autor zahlreicher Radio- und Fernsehsendungen, Aufsätze und Buchpublikationen zur Zeitgeschichte.

    Moderation: Michael Serrer, Leiter des Literaturbüros NRW

    Im Rahmen der "Düsseldorfer Literaturtage"

     

  • Lesegarten – Die literarische Krabbelgruppe

    09.06.2018

    10:30 Uhr

    Bücherei Kaiserswerth

    Kaiserswerther Markt 22

    Eintritt frei

    Tel. 0211 – 89941140

  • 1968 – Der weibliche Blick

    09.06.2018

    15:00 Uhr

    Heinrich-Heine-Institut

    Bilker Straße 12-14

    40213 Düsseldorf

    Eintritt: 6 Euro (erm. 4 Euro (inkl. kleiner Empfang)

    Vorbestellung/ Kartenverkauf: Heinrich-Heine-Institut, Tel. 0211-8995571

     

    Mit Florence Hercé, Francoise Bonnot-Jörgens, Ina-Maria von Ettingshausen

    „Achtundsechzig, eine Männerangelegenheit, deren Helden Rudi Dutschke oder Daniel Cohn-Bendit heißen? Im Jubeljahr herrschen die Klischees von langhaarigen demonstrierenden Männern, von Chaos, Gewalt und sexueller Freizügigkeit. Was vergessen bzw. totgeschwiegen wird, ist: Achtundsechzig war auch weiblich. Europaweit.“ (Florence Hervé)

    Schreibende Frauen in Düsseldorf blicken zurück auf Ihre Erfahrungen und ziehen Bilanz: Françoise Bonnot-Jörgens ist Mitautorin des Buches „Filles de mai“ und erlebte den Mai 68 als Studentin in Paris, Florence Hervé war in Bonn und Paris sowohl Akteurin als auch Beobachterin und schrieb über die 1968er Jahre als Journalistin für französische und deutsche Zeitungen, die Frauen-Sommer-Universität in Berlin prägte Ina-Maria von Ettingshausen, sie schrieb über das neue Frauenbild in deutschen Frauenzeitschriften.

    Was wollte die Revolte der Frauen bewegen? Was hat sie erreicht?

    Moderation: Dr. Karin Füllner

    Im Rahmen der Düsseldorfer Literaturtage

     

  • Matinee: Klaus Mann

    10.06.2018

    11:00 Uhr

    zakk Halle

    Fichtenstraße 40

    40233 Düsseldorf

    Eintritt: 10,00 EUR inkl. kl. Frühstück

     

    Vorgestellt von Werner Jocks

    Vom Dichterkind zumbantifaschistischen Schriftsteller

    Den raschen Erfolg als Schriftsteller und die Aufmerksamkeit der Gazetten verdankt Klaus Mann zunächst dem Ruhm des Vaters.

    Eine grundlegende Wende seines Lebens markiert der heraufziehende Faschismus. Im Widerstand gegen ihn vermittelt sein Werk tiefe Einblicke ins Mitläufertum und in die dramatischen Lebensgeschichten der ins Exil gezwungenen Schriftsteller. Klaus Manns kämpferische Seite zeigt sich im unermüdlichen Einsatz für die antifaschistische Einheit der Schriftsteller.

    Selbstzweifel und Depressionen gehören zu den Schattenseiten von Klaus Manns Persönlichkeit. Sie lassen sich nicht nur als Reaktion auf die Ergebnislosigkeit seines politischen Engagements erklären. Es ist auch eine fatale Todessehnsucht, die ihn immer wieder in die Drogensucht und schließlich in den Freitod führt.

    Es lesen: Beate Heinze und Philipp Heitmann

    Musik: Timofei Birukou, Vibraphon
    Im Rahmen der Düsseldorfer Literaturtage 2018

     

     

  • Krimibahn: mit Kerstin Fielstedde - KamiKATZE

    10.06.2018

    15:00 Uhr

    Start am Sonntag, 10.06.2018, um 15:00 von Düsseldorf Hauptbahnhof, Bahnsteig 8, Haltestelle der Straßenbahn-Linie 709. Ankunft Düsseldorf Hauptbahnhof, Bahnsteig 6 um 16:30.

    Eintritt:

    Erwachsener:EUR 18,00/Kinder (-14 Jahre): EUR 8,00

     

    Kriminell geht es zu bei dieser Rundfahrt: Während Sie im historischen Speisewagen der alten "D-Bahn" dem Autor eines aktuellen Kriminalromanes vom Emons Verlag lauschen, zieht an den Fenstern die Kulisse der Stadt vorbei. Spannung garantiert!

    Die iCats aus KamiKATZE von Kerstin Fielstedde ermitteln nicht nur einen heiklen Entführungsfall rund um Katzenagentin Indy. Mitten im digitalen Zeitalter angekommen, beleuchten sie auch die sich entwickelnden technischen und sozialen Revolutionen unserer heutigen Zeit aus unverstellter Katzensicht.

    Im Ticketpreis ist ein Kaltgetränk inbegriffen. Bitte beachten Sie: Kleinkinder bis zu einem Alter von 6 Jahren haben keinen Anspruch auf einen Sitzplatz. Wenn Sie für Ihr Kleinkind einen Sitzplatz wünschen, kaufen Sie bitte einen Kinder-Fahrschein.

    Route: Die Route ist geheim!

     

     

  • Klaus GRabenhorst liest: “UNTERWEGS“

    10.06.2018

    15:00 Uhr

    Café du Kräh

    Krahestrasse 20

    40233 Düsseldorf-Flingern

    Eintritt freie- der Hut kreist

     

    GEDICHTE – KURZGESCHICHTEN – LIEDER

  • Annette Herzog. Herzsturm - Sturmherz

    11.06.2018

    12:00 Uhr

    Heine Haus Literaturhaus Düsseldorf

    Bolkerstraße 53

    40213 Düsseldorf

     

    Viola ist in Storm verliebt und Storm in Viola. Beide Herzen sind in Aufruhr, doch keiner ahnt, wie es um den anderen steht. Zweifel rauben ihnen den Schlaf: Was, wenn er schon eine andere liebt? Was, wenn sie ihn abblitzen lässt? Auf den Höhenflug folgt die Bruchlandung. Aus Angst, uncool zu sein, schicken sie die klärende Nachricht nie ab und vermasseln die besten Gelegenheiten. Ehrlich, einfühlsam und sehr witzig entfaltet die sensationell gestaltete Graphic Novel den ganzen Kosmos verliebter Teenager.

    Geschlossene Veranstaltung für Schulen, Anmeldung erforderlich.

  • „Unter Elchen“. Die Düsseldorfer Lesebühne

    12.06.2018

    18:30 Uhr

    Zentralbibliothek

    Bertha-von-Suttner-Platz 1

    40227 Düsseldorf

    Eintritt frei

     

    Von soften Rebellen, pathetischen Revoluzzern und den großen Umstürzen im Kleinen.

    Die Zentralbibliothek Düsseldorf ist ja bekanntlich der revolutionärste Ort der ganzen Stadt. Das hat Heinrich Heine nie gesagt. Aber der hatte auch keinen Bücherei-Ausweis. Er hätte wahrscheinlich auch keinen bekommen, denn leise Revolutionen waren nie nach seinem Geschmack. Bei Heine ging nix ohne Trommel. Und Trommeln in der Bibliothek ist nicht erlaubt. Darum kommt die Düsseldorfer Lesebühne „Unter Elchen“ am 12.6. komplett ohne Schlaginstrumente aus. Stattdessen wird gelesen. Und das ist ja in einer Welt voller Youtube-Videos das revolutionärste, was man überhaupt noch machen kann. So freuen sich der Gladbacher Autor Marco Jonas Jahn, der Viersener Heimatdichter Markim Pause und der Oberhausener Musikkabarettist Matthias Reuter auf einen trommelfreien, humorvollen Leseabend mit revolutionär neuen Texten und einer wunderbare Gast-Autorin, die aber noch bis Anfang Juni geheim gehalten wird. Nur so viel sei verraten: es ist weder Andrea Nahles noch die Kanzlerin. Denn die Beiden wären vom Thema „Revolution“ einfach viel zu weit entfernt, selbst für einen satirischen Abend.

     

     

     

     

     

  • Die Farbe Rot. Ursprünge und Geschichte des Kommunismus

    12.06.2018

    19:00 Uhr

    Literaturbüro NRW/ Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus

    Bismarckstraße 90

    40210 Düsseldorf

    Eintritt frei

     

    In Die Farbe Rot schildert Gerd Koenen den Kommunismus als untrennbaren Teil der Entwicklungen menschlicher Gesellschaften. Von den „Revolutionen der alten Welt“ bis in den „Raum der Zukunft“ analysiert er die Stationen der Geschichte, in der Humanismus und Terror, Kunst und Propaganda, Aufbau und Abbruch, Sieg und Niederlage nahe beieinandergelegen haben. Dabei lässt Koenen Philosophen, Revolutionäre und Politiker zu Wort kommen und zeigt, dass der Kommunismus weit davon entfernt ist, nur eine exzentrische Idee des 19. Jahrhunderts zu sein, hat er doch tiefe Wurzeln in den religiösen Erzählungen, philosophischen Lehren, gelebten Sozialformen und literarischen Utopien Europas. Gerd Koenen ist freiberuflicher Historiker und erforscht die deutsch-russischen Beziehungen im 20. Jahrhundert sowie die Geschichte des Kommunismus. Bekannt wurde er unter anderem mit der autobiographisch geprägten Schilderung der linksradikalen Szene der 1970er Jahre in Das rote Jahrzehnt (2001).

    Moderation: Michael Serrer, Leiter des Literaturbüros NRW

    Im Rahmen der "Düsseldorfer Literaturtage"

     

     

  • Esther Kinsky, Hain

    12.06.2018

    19:30 Uhr

    Heine Haus Literaturhaus Düsseldorf

    Bolkerstr.53

    40213 Düsseldorf

    Eintritt: 10,– €/8,– € (erm.)

     

    Drei Reisen unternimmt die Ich-Erzählerin in Esther Kinskys Geländeroman. Alle drei führen sie nach Italien, doch nicht an die bekannten, im Kunstführer verzeichneten Orte, nicht nach Rom, Florenz oder Siena, sondern in abseitige Landstriche und Gegenden. Die Streifzüge und Wanderungen – im Gedächtnis ebenso wie gehend oder fahrend in der Gegenwart – sind Italienische Reisen eigener Art. Sie erkunden mit allen Sinnen äußeres Terrain und führen doch ins Innere, zu Abbrüchen der Trauer und des Schmerzes und zu Inseln des Trostes. Der einfühlsame, präzise Blick der Reisenden entlockt jedem Gelände, was eigentlich im Verborgenen liegt: Geheimnis und Schönheit.

    Im Rahmen der Düsseldorfer Literaturtage.

  • Klaus Grabenhorst liest: WUNDERSAME GESCHICHTEN

    12.06.2018

    19:30 Uhr

    Hausgeräte-Fachgeschäft MULDER

    Heyestraße 113

    40625 Düsseldorf (bitte nur mit Reservierung: Tel. 0211 - 28 72 09)

    Eintritt frei - der Hut kreist

  • Joseph Schoenen liest: Spielfilm für's Ohr Spezial

    13.06.2018

    15:00 Uhr

    zentrum plus

    Jahnstr. 47

    40215 Düsseldorf

    Eintritt frei - der Hut kreist

     

    Freiheit ist möglich... Ein Konzertnachmittag zur Feier des

    Lebens

     

  • Gretchen Dutschke 1968 – Worauf wir stolz sein dürfen

    13.06.2018

    18:00 Uhr

    Heinrich-Heine-Institut

    Bilker Straße 12-14

    40213 Düsseldorf

    Eintritt: 7 Euro (erm. 5 Euro) inkl. kleiner Empfang

    Vorbestellung/ Kartenverkauf: Heinrich-Heine-Institut, Tel. 0211-8995571

     

    »Die drei Jahre zwischen 1966 und 1969 verliefen wie im Rausch, mal strahlend hell, mal im tiefsten Dunkel, euphorisch und verzweifelt, fast wie im Kino. Nur mit dem Unterschied, dass wir keine Zuschauer waren, sondern Akteure, mittendrin. Die Zeit hat uns geprägt, und wir haben die Zeit geprägt. Das gilt bis heute.«

    Gretchen Dutschke interpretiert die kurze Geschichte der »68er« als eine antiautoritäre Kulturrevolution, in deren Folge sich die Entwicklung hin zu einer offenen, demokratischen und toleranten Gesellschaft in der Bundesrepublik vollzog.

    1942 in Oak Park, Illinois, geboren, ging die Autorin 1964 zum Studium der Theologie nach Deutschland, wo sie in Westberlin Rudi Dutschke kennenlernte. 1966 heirateten sie. Das Attentat am 11. April 1968 überlebte Dutschke schwer verletzt und starb 1979. Gretchen Dutschke lebt nach langen Jahren in Dänemark und den USA heute wieder in Berlin.

    Moderation: Dr. Mithu Sanyal (Kulturwissenschaftlerin, WDR)

     

  • Theresia Enzensberger, Blaupause

    13.06.2018

    19:00 Uhr

    Haus der Architekten (Seminarraum I)

    Zollhof 1

    40221 Düsseldorf

    Eintritt frei

     

    Weimar in den 20iger Jahren: Voller Elan beginnt Luise Schilling ihr Studium an der Bauhaus-Akademie. Ihre Lehrer haben so illustre Namen wie Walter Gropius, Wassiliy Kandinsky oder Paul Klee, die junge Frau glaubt an die gesellschaftlichen Utopien, die das Bauhaus propagiert, und auch an das Versprechen des Gründers: „Absolute Gleichberechtigung“. Als einzige Studentin in einem bisher allein dem „starken Geschlecht“ vorbehaltenen Fach – der Architektur – stößt sie schnell an ihre Grenzen, und auch sonst stellt sich bald Desillusionierung ein: „Immerhin habe ich jetzt Gewissheit darüber, dass all die Regeln, Bräuche und Rituale dieser Gruppe letztlich nicht mehr sind als Instrumente, um andere Leute auszuschließen … Darüber, dass ihre Gedankenwelt, die mir so anziehend erschien, an der Realität scheitern muss, eben weil sie so weltvergessen ist.“

    Theresia Enzensberger, die seit ihrem Studium der Filmwissenschaft als freie Journalistin für verschiedene Zeitungen arbeitet, ist mit ihrem ersten Roman einiges gelungen: das Porträt einer jungen Frau, die sich in einer aufregenden Epoche mit großen Utopien gegen festgefahrene Strukturen und Ungerechtigkeiten behaupten muss.

    Im Anschluss an die Lesung findet ein Gespräch mit Mitarbeitern der Architektenkammer NRW und der Kunstsammlung NRW statt, wo zeitgleich die Ausstellung „Anni Albers“ gezeigt wird.

    Moderation: Maren Jungclaus, Literaturbüro NRW

     

  • Manfred Wilke: Alexander Solschenizyns Archipel Gulag

    13.06.2018

    19:00 Uhr

    Literaturbüro NRW/ Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus

    Bismarckstraße 90

    40210 Düsseldorf

    Eintritt frei

     

    Alexander Solschenizyn (1918-2008) hat 1970 den Literaturnobelpreis erhalten. Seither endgültig ein weltbekannter Autor, ließ der prominente Regimekritiker unter dem Verfolgungsdruck des kommunistischen Regimes in der Sowjetunion Ende 1973 sein Hauptwerk Archipel Gulag in den USA veröffentlichen. Nicht einmal zwei Monate später wurde Solschenizyn zwangsweise ausgebürgert

    und gegen seinen Willen nach Westdeutschland gebracht. Hier fand er zunächst Aufnahme bei seinem Freund Heinrich Böll. Archipel Gulag indes, in dem das schon von Lenin begründete

    gigantische System der Zwangsarbeitslager umfassend dargestellt wird, erwies sich als „ein Buch wie eine Bombe“. Insbesondere die politische Linke im Westen wurde dadurch tief verunsichert und stritt über den „wahren Sozialismus“. Der Politikwissenschaftler Manfred Wilke, befreundet mit Rudi Dutschke und damals selbst Akteur, resümiert die Diskussion und setzt aktuelle Bezüge.

    Im Rahmen der "Düsseldorfer Literaturtage"

  • Diskreditierung der Revolution? – Die Sowjetunion, Solschenizyn und die westliche Linke

    13.06.2018

    19:00 Uhr

    Literaturbüro NRW/ Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus

    Bismarckstraße 90

    40210 Düsseldorf

    Eintritt frei

     

    Lesung und Diskussion mit Manfred Wilke

    Alexander Solschenizyn (1918–2008) hat 1970 den Literaturnobelpreis erhalten. Seither endgültig ein weltbekannter Autor, ließ der prominente Regimekritiker unter dem Verfolgungsdruck des kommunistischen Regimes in der Sowjetunion Ende 1973 sein Hauptwerk „Archipel Gulag" in den USA veröffentlichen. Nicht einmal zwei Monate später wurde Solschenizyn zwangsweise ausgebürgert und gegen seinen Willen nach Westdeutschland gebracht. Hier fand er zunächst Aufnahme bei seinem Freund Heinrich Böll. „Archipel Gulag" indes, in dem das schon von Lenin begründete gigantische System der Zwangsarbeitslager umfassend dargestellt wird, erwies sich als „ein Buch wie eine Bombe“. Insbesondere die politische Linke im Westen wurde dadurch tief verunsichert und stritt über den „wahren Sozialismus“. Der Politikwissenschaftler Manfred Wilke, befreundet mit Rudi Dutschke und damals selbst Akteur, resümiert die Diskussion und setzt aktuelle Bezüge.

    Moderation: Prof. Dr. Winfried Halder

     

     

  • Die ‚ Welt der Weltliteratur ‘ und die Schriftsteller der Gegenwart

    13.06.2018

    20:00 Uhr

    Goethe-Museum

    Jacobistraße 2

    40211 Düsseldorf

    Eintritt frei

     

    Vortrag von Prof. Dr. Peter Goßens,

    Ruhr-Universität Bochum

  • „Simplicius Simplicissimus“ Grimmelshausens Schelmenroman frei erzählt nach Peter Welk

    14.06.2018

    20:00 Uhr

    Zentralbibliothek

    Bertha-von-Suttner-Platz 1

    40227 Düsseldorf

    Eintritt frei

     

    Mit Peter Welk, Mascha Corman (Gesang und Rhythmusgitarre) und Georg Corman (Klavier)

    Schon 1668 ein Bestseller, ist der „Der Abenteuerliche Simplicissimus Teutsch“ der erste große Roman in deutscher Sprache: „Hört, hochgeehrte Herren und großgütige Damen, die ausführliche und recht memorable Geschichte, die von dem einfältigen Menschen erzählt, genannt Simplicius Simplicissimus, wo und welcher Gestalt er in diese Welt gekommen, was er darin gesehen, gelernt, erfahren und ausgestanden, auch warum er solche Welt wieder verlassen.“ Das Schicksal katapultiert den jungen Simplicissimus in die wahnsinnig gewordene Welt des Dreißigjährigen Krieges. Er wird zum Narren im Kalbfell, macht als „Jäger von Soest“ Kriegskarriere, verliert sein Vermögen und landet als Komödiant in Paris. Ein Literaturkonzert mit Lied texten und Gedichten der großen Barocklyriker und Kompositionen von Georg Corman.

  • Jess Jochimsen, Mama und Papa hatte ich nicht, ich musste Renate und Eberhard sagen"

    15.06.2018

    19:30 Uhr

    Literaturbüro NRW

    Bismarckstraße 90

    40210 Düsseldorf

    Eintritt: 6,-/4,- €

    Im Rahmen der Düsseldorfer Literaturtage 2018

     

    Das Dosenmilch-Trauma & andere Geschichten eines 68er-Kindes

    Eine satirische Reise durch bewegte Zeiten

    »Ich habe nie kapiert, warum ausgerechnet meine Eltern für die Atomkraftwerke und den Weltfrieden zuständig waren – und das jedes Wochenende.«
    Zum runden Geburtstag von Protestkultur, antiautoritärer Erziehung und sexueller Revolte bietet dieser Band ein hochkomisches Generationen-Porträt. Versammelt sind die schönsten Geschichten aus Jochimsens Satire-Bestsellern ›Das Dosenmilch-Trauma‹ und ›Flaschendrehen‹.

    Moderation: Maren Jungclaus, Literaturbüro NRW


  • Wir lesen Camus

    15.06.2018

    20:00 Uhr


    solaris 53:

    Kopernikusstraße 53

    40225 Düsseldorf

    Eintritt frei

     

    Lesung mit Musik

     

  • Christoph Peters, Selfie mit Sheik

    16.06.2018

    15:00 Uhr

    Theatermuseum im Hofgarten

    Jägerstraße 1

    40479 Düsseldorf

    Eintritt frei

     

    Deutschland, England, vor allem aber die Länder des Nahen und Mittleren Ostens sind die Schauplätze von Christoph Peters Erzählungen. Seine Helden sind keine unerfahrenen Touristen, sondern kommen mit Bildung, Vorwissen und oft konkreten Vorhaben. Dennoch stoßen sie immer wieder an die Grenzen des Verständnisses, scheitern daran, kulturelle Codes zu entziffern. So geht es auch dem Deutschen, der in Kairo während der revolutionären Unruhen zu einer Gruppe Intellektueller stößt, die ihn drängen eine Protestresolution zu unterzeichnen und der sich plötzlich in einer politisch überhitzten Situation wiederfindet, die er nicht ab- und einschätzen kann.

    Moderation: Maren Jungclaus, Literaturbüro NRW

     

  • Wladimir Kaminer liest

    16.06.2018

    20:00 Uhr

    zakk

    Fichtenstraße 40

    40233 Düsseldorf

    Eintritt: VVK € 16 / AK € 19, inkl. Russendisko

    Kaminer... unbeschreiblich gut, liest gute Texte und hat immer neue Werke dabei. Anschließend legt Kaminer auf. Das Beste vom Besten!

    „Kaminer ist, was nur selten bemerkt wird, ein großer Stilist, ein Meister seiner Form, einer kleinen Form natürlich, die der Romanform in manchem überlegen ist. Wladimir Kaminer, soviel steht fest, ist ein großer Gewinn für die deutsche Literatur.", so die Süddeutsche über Kaminer.

    “Wer wenig weiß, kann länger schlafen“, sagt er selbst, privat Russe, beruflich Schriftsteller - und lädt zur Lesung mit anschließender Russendisko. Ziel: Die durch liebevoll pointierte Texte aufgewärmten Zuhörer*innen später mit Freund Vitali Konstantinov und Ostblock-Rock'n'Roll endgültig in den ekstatischen Wahnsinn schicken. Inwieweit er damit zur Revolution aufstacheln will, kann jede*r selbst entscheiden!
    Anschließend Russendisko

  • Ulla Hahn: Wir werden erwartet

    17.06.2018

    11:00 Uhr

    Literaturbüro NRW/ Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus

    Bismarckstraße 90

    40210 Düsseldorf

    Eintritt frei

     

    Nach Das verborgene Wort, Aufbruch und Spiel der Zeit bildet Wir werden erwartet nun den Abschluss von Ulla Hahns autobiographischem Romanzyklus. Der Roman erzählt die Geschichte von Hilla Palm, einer jungen Frau aus einfachen Verhältnissen. In den Jahren zwischen 1968 und dem Deutschen Herbst 1977 scheint Hilla ihre Heimat gefunden zu haben: in der Literatur und bei Hugo, dem Jungen aus „gutem Hause“. Das Paar erlebt die Jahre politischen Umbruchs, in denen in Deutschland alles möglich scheint. Nach einem Schicksalsschlag sucht Hilla Halt bei Menschen, die für eine gerechtere Welt kämpfen und schließt sich der DKP an. Ihren Überzeugungen folgend muss die Protagonistin aber schließlich erkennen, dass Freiheit ohne die Freiheit des Wortes nicht möglich ist. Ulla Hahn, aufgewachsen in Monheim am Rhein, gilt als eine der erfolgreichsten Schriftstellerinnen der Gegenwartsliteratur. Die Lyrikerin und Erzählerin lebt heute in Hamburg und ist Mitglied der Freien Akademie der Künste Hamburg und des PEN-Zentrums Deutschland.

    Moderatio

    Im Rahmen der "Düsseldorfer Literaturtage"

     

  • Maryam Madjidi: Du springst, ich falle.

    18.06.2018

    19:30 Uhr

    Heine Haus Literaturhaus Düsseldorf

    Bolkerstr. 53

    Eintritt 10,-/8,- (erm.)

    Tel. 0211.20054294

     

    In diesem autobiographischen Debüt erzählt Maryam Madjidi von ihrer Kindheit im Iran, vom Kampf der Eltern für den Kommunismus und davon, wie sie ihr Spielzeug an die Kinder im Viertel verschenken musste. Heimlich vergrub sie die Lieblingssachen im Garten und steckte sie später in den Koffer für Frankreich. Hier sollte das neue Leben anfangen – ohne Kampf, ohne Gefängnis. Aber die kleine Maryam fühlt sich fremd, weil alles fehlt: die eigene Sprache, echte Freunde, die geliebte Großmutter. " Du springst, ich falle" gewann 2017 in Frankreich den Prix Goncourt für das beste Debüt des Jahres.

     

     

  • Willi Achten, Nichts bleibt

    19.06.2018

    18:00 Uhr

    Lernstudio der Zentralbibliothek

    Bertha-von-Suttner-Platz 1

    40227 Düsseldorf

    Eintritt frei

     

    Franz Mathys ist Kriegsfotograf. Eines seiner Fotos wurde mit dem World Press Photo Award ausgezeichnet. Doch er hat tiefe Zweifel und Schuldgefühle, denn er profitiert von dem Leid anderer. Mathys spürt, dass sein Leben ihm mehr und mehr entgleitet. Er zieht sich auf einen abgeschiedenen Hof im Wald zurück, lebt dort mit seinem Vater und seinem Sohn, kommt zur Ruhe und verliebt sich. Doch die Idylle trügt. Eines Nachts schlagen zwei Männer seinen Vater brutal nieder und er muss schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht werden. Mathys will die Täter finden. Der immer stärker werdende Wunsch nach Rache und die Suche nach den Männern entfremden ihn von den Menschen, die er liebt.

    Der Romanautor und Lyiker Willi Achten wuchs am Niederrhein auf und lebt heute im niederländischen Vaals. Für seine Arbeiten erhielt er unter anderem das Arbeitsstipendium des Landes NRW und den Dormagener Federkiel.

     

     

  • Ulrich Scharfenorth, DAS WAR MERH ALS BITTERFELD

    19.06.2018

    19:30 Uhr

    Stadtbücherei Gerresheim

    Heyestr. 4

    Tel. 0211-8924122

    Eintritt frei

  • Klaus Grabenhorst liest: "TANZ“

    24.06.2018

    11:00 Uhr

    Miteinander – „Wohnen in Verantwortung“

    Ursula-Trabalski-Straße 47

    40625 Düsseldorf-Gerresheim:

    Eintritt frei - der Hut kreist

     

    LYRIK – PROSA – GITARRENKLÄNGE

  • Barbara Bišický-Ehrlich: "Sag’, dass es dir gut geht"

    24.06.2018

    11:00 Uhr

    zakk

    Fichtenstraße 40

    40233 Düsseldorf

     

    Eine jüdische Familienchronik im Deutsch-Griechischen Literatursalon

     

    »Als ich anfing, meine Oma Helenka für dieses Buch zu befragen, wiederholte sie immer nur die gleichen Worte: ›Das kann man niemandem erzählen, Bára. Das

    glaubt einem kein Mensch ...‹ Sie erzählte dennoch – und ich begann zu schreiben.« Barbara Bišický-Ehrlich zeichnet als Chronistin ihrer eigenen Familiengeschichte ein mehrfaches Generatinnenporträt, angefangen bei ihren Urgroßeltern in der ehemaligen Tschechoslowakei, über die Zeit ihrer Großeltern und Eltern, bis hin zu ihren eigenen Erfahrungen als Enkelin von Holocaust-Überlebenden – ausgerechnet in der Bundesrepublik Deutschland. Immer wieder kreuzt die Weltgeschichte den Weg dieser Familie. Schreckensnamen wie Bergen-Belsen und Theresienstadt sind damit ebenso verknüpft wie die Zeit des Kommunismus nach 1945 in der CSSR und der Prager Frühling. Die Gefahr eines gewaltsamen Todes hängt beständig wie ein schwarzer Schatten über allen Familienmitgliedern. Entwurzelung, Neuanfang und erneute Entwurzelung sind die Folgen.

    Diese Geschichte erzählt vom Leben zwischen den Extremen, mit unerwarteten Wendungen und Trammata, die den Kindern vererbt wurden. Barbara Bišický-Ehrlich lässt den Leser durch die Schilderung ihres Familienschicksals mühelos Jahrzehnte überbrücken und in die Zeitgeschichte eintauchen. Sie schafft eine Nähe, die dem Leser erlaubt an den Ängsten und Hoffnungen der Menschen teilzuhaben, die sich nichts sehnlicher wünschen als Frieden auf Erden. Zwischen Prag und Frankfurt am Main, zwischen Gefahren, Bedrohungen und den großen Katastrophen des 20. Jahrhunderts, schwebt die eine große Frage: Wie gehe ich mit Vergangenheit um?

    »Bára ... warum interessiert dich das alles?«, fragte Oma Helenka und fügte immer wieder den gleichen Wunsch hinzu: »Sag’, dass es dir gut geht ...«

     

    Barbara Bišický-Ehrlich, 1974 geboren, wuchs sie als Kind tschechischer Emigranten in Frankfurt am Main auf. Nach ihrem Studium der Theaterregie und Dramaturgie in Prag absolvierte sie ein multimediales Redaktionsvolontariat beim

    Südwestrundfunk. Heute arbeitet sie selbständig als Werbe- und Synchronsprecherin, leitet eine kleine Filmproduktion und Kinder-Theatergruppen in der jüdischen Gemeinde Frankfurt. Sie lebt mit ihren drei Kindern in Frankfurt am Main.

  • Klaus Grabenhorst liest: “MÜNCHEN“

    24.06.2018

    17:00 Uhr

    Café nebenan/Heaven 7

    Grafenberger Allee 145

    40237 Düsseldorf-Flingern

    Eintritt frei - der Hut kreist

     

    LYRIK – PROSA – GITARRENKLÄNGE

  • Klaus Grabenhorst liest: “REISE DURCH DEUTSCHLAND“

    26.06.2018

    18:00 Uhr

    Lesecafé Knittkuhl

    Am Mergelsberg 3

    40629 Düsseldorf-Knittkuhl

    Eintritt frei - der Hut kreist

     

    YRIK – PROSA – GITARRENKLÄNGE

    Auf literarisch-musikalischen Pfaden kreuz und quer durchs Land

  • Wort, Welle, Muschel, Mensch - eine Reise zu Rose Auslaänder

    27.06.2018

    19:00 Uhr

    Heinrich-Heine-Institut

    Bilker Straße 12 – 14

    40213 Düsseldorf

    Eintritt: 8 EUR (erm. 6 EUR)

    Kartenvorbestellung unter Tel. 0211-8995571 (11 – 17 Uhr)

    und per Email: heineinstitut@duesseldorf.de

     

    Czernowitz, New York, Düsseldorf – das sind nur einige der Stationen der großen Dichterin Rose Ausländer. Seit Mitte der 1960er Jahre lebte sie in Düsseldorf, zuletzt im Nelly-Sachs-Haus, dem Elternheim der Jüdischen Gemeinde. Zu ihrem 117. Geburtstag hat die Regisseurin Friederike Felbeck auf der Grundlage von Gedichten und Prosa von Rose Ausländer eine multimediale Performance geschaffen, die sich ihrer kosmopolitischen Biografie, ihrem vielfältigen Werk aber auch einer Geschichte von Vertreibung, Verfolgung und Wiedergutmachung nähert. Sie zeigt die Modernität einer zeitlos gültigen Künstlerin und begibt sich auf Spurensuche entlang der zahlreichen buchstäblichen und metaphorischen Wohnungen Rose Ausländers.

     

    Mit Nicola Thomas als Rose Ausländer

    und Rudolf Schlager

    Musik: Boleslav Martfeld

    Text und Inszenierung: Friederike Felbeck

    Video: Ulrike Edinger-Donat

    Kamera und Schnitt: Steffi Kusemann

    Bildkorrespondenten: Volodymyr Binjovskyj (Czernowitz), Ingrid Stürtzer-Bryson (New York), Ulrike Edinger-Donat (Florenz, Venedig, Montecatini)

    Raum: Friederike Felbeck und Simon Scherer

     

  • RESIDENZ NIEDERRHEIN - Tong Mo Ein Geschenk ohne Empfänger


    29.06.2018

    19:00 Uhr

    Weltkunstzimmer

    Ronsdorfer Straße 77a

    40233 Düsseldorf

    Eintritt frei

    Textpräsentation und Gespräch

    In chinesischer, englischer und deutscher Sprache.

     

    Wie schreibt man über den Verlust geteilter Bedeutung?

    Ist ein Geschenk ohne Empfänger noch ein Geschenk? Gemäß dem soziologischen und anthropologischen Konzept der „Reziprozität“ stellt der Austausch von Geschenken eine Art der Kommunikation dar, durch die Schenker und Empfänger eine langfristige Beziehung pflegen. Ein „Geschenk“ kann auch als Symbol für gemeinsam konstruierte Bedeutungen, Erinnerungen und Identitäten angesehen werden. Was aber ist mit dem Schenkmechanismus zwischen Europa und den dort ankommenden Flüchtlingen? Ist er beschädigt oder blockiert? Wenn ja, auf welche Weise? Hierzu wird die aus Peking stammende Autorin und Anthropologin Tong Mo Beobachtungen und Gedanken teilen, die zugleich Gegenstand einer während ihrer Residenzzeit entstehenden Erzählung sind.

    Tong Mo

    Geb. 1985 in der Provinz Jiangsu, China. Lebt und arbeitet in Peking. 
VERÖFFENTLICHUNGEN: „The Stories“ (Märchen-Sammlung), „The Suspended Nest“ (Kurzgeschichten), „Ethnography of Nie Gao“ (Kurzgeschichten) 
PROJEKTE: „Ethnography of Nie Gao“ (Design Shanghai, 2015), „A Ship of Ninghua Seed“ (11. Shanghai Biennale, City Project, 2016)


    Am 30. April startete TAIFUN Project in Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen das Residenzprojekt „Residenz Niederrhein“..Das Projekt gibt ausländischen Künstlerinnen und Künstlern aus verschiedenen Sparten die Gelegenheit, den niederrheinländischen Kulturraum zu erforschen und sich von der Region, ihren Menschen und deren kulturellen Praktiken zu einem neuen Werk inspirieren zu lassen. Zweieinhalb Monate lang leben, forschen und arbeiten die Residenzkünstler/-innen gleichzeitig an unterschiedlichen Orten in der grenzüberscheitenden deutsch-niederländischen Region und nähern sich Themen an wie Heimat und Globalisierung, Homogenisierung und Diversität, Grenze und Identität, Fragmentierung und Integration oder Verlust und Rückkehr anzunähern.