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30. August 2018

  • Hinterhoflesung: Regina Ray, Johannes Floehr & Alla Dierawiyah

    19:00 Uhr

    Stay

    Hüttenstraße 150

    Eintritt frei

    Regina Ray: Das Mottenprinzip

    Zwei Männer, eine Frau. Eine Dreiecksbeziehung als Roadmovie in Indien, erzählt von Anita Nenninger, einer 36-jährigen Ethnologin. Ihr langjähriger Freund ist Schweizer und immer auf Inspirationssuche, ihre neue Liebe lebt in Indien: ein Mann mit einer besonderen Stimme und vielen Gesichtern.

    Regina Ray, geboren 1955 in Bretten, Erster und Zweites Staatsexamen für das Lehramt, Studium der Ethnologie und Indologie, Ausbildung zur Atem-, Sprech- und Stimmlehrerin, Rundfunkfeatures und Literaturkritiken; Seminare für Sprech- und Stimmtraining; 2000/2001 freie Mitarbeit bei museum kunst palast, Düsseldorf, für die Ausstellung „Altäre - Kunst zum Niederknien”; 2004 Einladung zum Symposium “Europäische Kurzprosa” im Rahmen der 14. Kleist-Festtage in Frankfurt (Oder); 2006 Moderatorin zahlreicher Lesungen mit indischen Autoren im Rahmen des Länderschwerpunkts „Indien“ in Frankfurt (Buchmesse) und Düsseldorf. Wohnhaft in Düsseldorf seit 1988. Regina Ray war von 2010 - 2012 Vorsitzende des Düsseldorfer VS.

     

    Johannes Floehr: Buch

    Wissenschaftler haben herausgefunden: Der Klappentext ist derwichtigste und zugleich unwichtigste Text eines Buches. Ihn liest jeder und niemand. Er dient im Optimalfall als Kaufentscheidung, kann aber, falls schluderig formuliert, auch abschreckend wirken, z. B. durch Rehctschriebfehler. Enthalten sollte er grundsätzliche Informationen über den Autoren des Buches: Wann ist er wo geboren worden, vielleicht auch warum? Hat er bislang etwas Tolles erreicht in seinem Leben? Wohnt er irgendwo? Sowas muss da hinein. Erst recht, wenn der Titel der Textsammlung nichtssagend »Buch« lautet und der Autor ein Krefelder namens Johannes Floehr (Jahrgang 1991) ist. Immerhin gewann er 2014 den Jugendliteraturpreis des Heinrich-Heine-Instituts für einen Text, der auch in »Buch« enthalten ist. Ob man herausfinden kann, welcher?

    Johannes Floehr, Jahrgang 1991, arbeitet und lebt freiwillig in Krefeld am Niederrhein. Seit 2010 stellt er sich mit seinen selbstverfassten Texten auf Bierkästen, Bühnen und vor. So gewann er, hm, bestimmt schon zehn oder elf Poetry Slams, darunter ein dritter Platz beim NRW-Slam 2016 in Bochum, auch den Jugendliteraturpreis des Heinrich- Heine-Institutes hat man ihm 2014 verliehen. Nicht schlecht, Herr Specht bzw. Floehr. Darüber hinaus moderiert und veranstaltet der sympathische Zwei-Meter-Mann diverse Kultur- und Literaturveranstaltungen, generell engagiert er sich auf vielfachem Wege für das gesprochene und geschriebene Wort, weil er sonst nichts gelernt hat.

     

     

    Alla Dierawiyah schreibt seit einigen Jahren Erzählungen, Kurzgeschichten. Immer mit im Gepäck Geschichten aus ihrem Alltag und Leben. Sie lebt wertschätzende Gesprächskultur und zeigte in hohem Maße empathisches Verhalten. Als ein Schüler sich im Unterricht respektlos über Juden äußerte, griff sie ein und nahm die Juden in Schutz. In der Schule und auch außerschulisch engagierte sich Alla Dierawiyah in der Flüchtlingshilfe; sie setzte sich für ein Willkommensfest in einer Flüchtlingsunterkunft ein, gab Sprachunterricht und war als Dolmetscherin behilflich. All das hat sie auch in ihren Texten beschrieben und geschrieben.

  • Sina Klein: skaphander

    20:00 Uhr

    onomato künstlerverein e.V.

    Birkenstrasse 97

    40233 Düsseldorf

     

    Skaphander, wörtl. der ausgehöhlte Mensch, bezeichnet einen Schutzanzug gegen extreme Druckverhältnisse. Früher wurden die schweren Tauchanzüge so genannt, heute Raumanzüge. Auch Sina Kleins Gedichte bewegen sich unter schwankenden Druckverhältnissen durch die ebenso verlockenden wie bedrohlichen Räume zwischen Ich und Du, in denen unentschieden bleibt, ob wir darin nicht selbst zu Hohlkörpern werden.