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August 2018

  • Karosh Taha, Beschreibung einer Krabbenwanderung

    01.08.2018

    20:00 Uhr

    Zentralbibliothek Düsseldorf

    Bertha-von-Suttner-Platz 1

    40227 Düsseldorf

    Eintritt frei

    Im Rahmen des "Literarischen Sommers 2018"

     

    Sanaa ist zweiundzwanzig. Sie studiert, hat einen Freund, und sie hat Träume. Alles könnte gut sein, wäre da nicht die Realität, die sie immer wieder kneift, während sie träumt – kneift wie die Krabbe damals im Irak, als sie im Fluss badete. Die Realität, das sind: Sanaas Mutter Asija, die unter Depressionen leidet. Ihr Vater Nasser, der sich von seiner Familie entfremdet hat. Ihre Schwester Helin, wütend, orientierungslos. Und ihre Tante Khalida, die Tag für Tag Tabak rauchend auf dem Sofa der Familie sitzt und über alles wacht. Sanaa rebelliert gegen die Enge ihres Umfelds, ringt um Luft zum Atmen, um Freiheit. Und doch kann sie der Verantwortung für ihre Familie nicht entfliehen. Also kümmert sie sich und versucht ihrer aller Wunden zu heilen. Bis plötzlich alles, was sie sich an Freiheit erkämpft hat, auf dem Spiel steht. Rauschhaft und kraftvoll, dann wieder unbeschwert und komisch erzählt Karosh Taha von einem Leben im Dazwischen: zwischen Freiheit und Verantwortung, Erinnerung und Zukunft, Mythos und Wirklichkeit. ›Beschreibung einer Krabbenwanderung‹ entwirft dabei Figuren, die einem nicht mehr aus dem Kopf gehen und denen man nichts mehr wünscht, als dass sie nach langer Reise endlich ankommen.

    Karosh Taha wurde 1987 in der Kleinstadt Zaxo im Nordirak geboren. Seit 1997 lebt sie mit ihrer Familie im Ruhrgebiet und hat an der Universität Duisburg-Essen sowie in Kan-sas/USA Anglistik und Geschichte studiert. Für ihre Leistungen und ihr soziales Engagement erhielt Karosh Taha mehrere Stipendien, darunter das Studienstipendium der Heinrich-Böll-Stiftung. ›Beschreibung einer Krabbenwanderung‹ ist ihr erster Roman.

  • Ernest van der Kwast; "Mama Tandoori"

    02.08.2018

    20:00 Uhr

    Buchhandlung Dietsch GmbH

    Hauptstr. 47

    40597 Düsseldorf

    Tel: 0211 - 71 78 71

    Eintritt: 12,- €

  • “NERUDA&CO“: LITERATUR UND MUSIKEN AUS LATEINAMERIKA

    04.08.2018

    17:00 Uhr

    KulturEck OTTO ZWO

    Ottostrasse 2
    40625 D´dorf-Gerresheim
    (Bitte um Anmeldung: Tel. 0211 - 28 80 194):


    Sommerlesungskonzert“: ein poetisch-musikalischer Streifzug durch die latein-amerikanische Literatur des 20. Jahrhunderts mit Gedichten, Kürzestgeschichten sowie mit traditionellen Walzer-, Milonga-, Choro-, Samba- und Bossa-Musiken mit dem

    Wuppertaler „Gitarrenspezialisten“ Martin Giessmann

  • Petra Morsbach, Justizpalast

    09.08.2018

    19:00 Uhr

    Schwurgerichtssaal des Landgerichts Düsseldorf

    Werdener Straße 1

    40227 Düsseldorf

    Eintritt: 10,-/8,- € oder Festivalkarte "Literarischer Sommer"

     

    Thirza Zorniger stammt aus einer desaströsen Schauspielerehe und will für Gerechtigkeit sorgen. Sie wird Richterin im Münchner Justizpalast, doch auch hier ist die Wirklichkeit anders als die Theorie: Eine hochdifferenzierte Gerechtigkeitsmaschine muss das ganze Spektrum des Lebens verarbeiten, wobei sie sich gelegentlich verschluckt, und auch unter Richtern geht es gelegentlich zu wie in einer chaotischen Familie. "Justizpalast" ist ein Roman über die Sehnsucht nach Gerechtigkeit, über erregte, zynische, unverschämte, verblendete, verrückte, verwirrte und verzweifelte Rechtssuchende sowie überlastete, mehr oder weniger skrupulöse, kauzige, weise, verknöcherte und leidenschaftliche Richter.

    etra Morsbach, geboren 1956, studierte in München und St. Petersburg. Danach arbeitete sie zehn Jahre als Dramaturgin und Regisseurin. Seit 1993 lebt sie als freie Schriftstellerin in der Nähe von München. Bisher schrieb sie mehrere von der Kritik hoch gelobte Romane, u.a. "Opernroman", "Gottesdiener" und "Dichterliebe". Ihr Werk wurde mit zahlreichen Stipendien und Preisen ausgezeichnet, u.a. dem Jean-Paul-Preis. 2017 erhielt sie den Roswitha-Literaturpreis der Stadt Bad Gandersheim und den Wilhelm-Raabe-Preis. Für die Arbeit an "Justizpalast" recherchierte die Autorin über neun Jahre.

  • WUNDERSAME GESCHICHTEN LIVE IN GERRESHEIM

    14.08.2018

    19:30 Uhr

    Hausgeräte-Fachgeschäft MULDER

    Heyestraße 113

    40625 Düsseldorf

    (bitte nur mit Reservierung: Tel. 0211 - 28 72 09)

  • Svenja Leiber, Staub

    15.08.2018

    20:00 Uhr

    Zentralbibliothek

    Bertha-von-Suttner-Platz 1

    40227 Düsseldorf

    Eintritt frei

    Im Rahmen des "Literarischen Sommers 2018"

     

    Im Rahmen des "Literarischen Sommers 2018"

    Als Kind verbringt Jonas Blaum ein Jahr in Saudi-Arabien – der Vater, ein Mediziner, verfolgt in Riad seine eigenwilligen Vorstellungen von Heilung. Den Deutschen fällt es nicht leicht, sich den ungewohnten Landessitten anzupassen, und als eines Tages das jüngste Kind der Blaums spurlos verschwindet und wenig später verstört und sprachlos wiederauftaucht, kehrt die Familie überstürzt nach Deutschland zurück. Im Sommer 2014 reist Jonas Blaum, mittlerweile selbst Arzt, suchtkrank und von Zweifeln geplagt, erneut in den Nahen Osten, diesmal nach Amman. Als ihm dort ein Junge in die Obhut gegeben wird, regt sich ein für den Arzt ein beängstigender Verdacht…
    Svenja Leiber, 1975 in Hamburg geboren, lebte als Kind einige Jahre in Saudi-Arabien. 2005 debütierte sie mit dem Erzählungsband Büchsenlicht, es folgten die Romane Schipino (2010), Das letzte Land (2014) und 2018 Staub.
    Moderation: Maren Jungclaus, Literaturbüro NRW

  • Hinterhoflesung Michelle Steinbeck, Volker Strübing & Nick Kokoromitis

    16.08.2018

    19:00 Uhr

    Futuro Si

    Corneliusstr. 50.

    Eintritt frei

     

    Lyrisch und grotesk, derbe und traumtänzelnd wird es mit *Michelle Steinbeck. Die charismatische Schweizer Autorin stand mit ihrem Debütroman »Mein Vater war ein Mann an Land und im Wasser ein Walfisch« bereits auf der Longlist des Deutschen und auf der Shortlist des Schweizer Buchpreises, nun legt sie ihren ersten Band mit Lyrik und Kurzprosa vor: *»Eingesperrte Vögel singen mehr«*.

     


    Volker Strübing ist Slammer, Lesebühnenautor, Filmemacher, dreimaliger Sieger der deutschsprachigen Poetry Slam Meisterschaften (und aktuell Vizevizemeister), Erfinder von Kloß und Spinne und eigentlich ganz nett. In seinen Geschichten, Filmen, Diavorträgen und Liedern widmet er sich bedrohten Tierarten und ihrer korrekten Zubereitung, berichtet aus Verschwörungstheorie und -praxis, verhandelt die Relativitätstheorie der Liebe, die Revolution per Singlebörse und die Zukunft der Menschheit, bekämpft die Einsamkeit des atomisierten Individuums im neoliberalen Spaß-Gefängnis sowie diese blöden Kaffeesahnedöschen, wo immer der Zuppel abreißt und die Sahne rausspritzt.

     

    Nick Kokoromitis trat im Mai 2018 erstmalig bei den U20 Poetry Slam Meisterschaften in NRW auf. Für seine Schule arbeitet er aktiv in der Gruppe "Schulen gegen Rassismus. Schule mit Courage" mit. Zudem initierte einen Literaturclub mit jungen Erwachsenen, Jugendlichen: Gemeinsam Bücher lesen.

  • Poesieschlachtpunktacht im Hofgarten

    19.08.2018

    18:00 Uhr

    Bühne im Hofgarten

    Eintritt frei

     

     

    Erlaubt ist beim Poetry Slam, was gefällt - Hauptsache, die Texte sind selbst verfasst, dauern nicht länger als sechs Minuten, und die Teilnehmer*innen kommen ohne Requisiten oder Musik aus.

    Seit 1997 Kultveranstaltung in Düsseldorf, ist die "Poesieschlacht-punkt-acht" einmal im Monat Garant für literarische Überraschungen der besonderen Art. Die Moderatoren Pamela Granderath und Markim Pause, selbst begeisterte und erfolgreiche Slammer, präsentieren jeden 3.Sonntag den "Poetry Slam" im zakk. Bekannte wie unbekannte Autor*innen kämpfen in jeweils 6 Minuten um den von Markim Pause liebevoll gestalteten Pokal nebst Champagner für die Siegesfeier und die Gunst des Publikums - denn wer am Ende gewinnen wird, entscheidet eine unerbittlich Jury, die an jedem Abend aus den Besuchern gewählt wird. In der Finalrunde kann dann das gesamte Publikum seine Stimme abgeben.

    Wer glaubt, dass nur bekannte Autor*innen gewinnen, sollte sich eines Besseren belehren lassen, seine Texte mitbringen und vorlesen!

    Moderation: Pamela Granderath & Markim Pause.

     

    Anmeldungen und Informationen für Slam Poetinnen und Poeten unter christine.brinkmann@zakk.de

  • Frisch gepresst: Gunnar Kaiser, Unter der Haut

    21.08.2018

    18:00 Uhr

    Lernstudio der Zentralbibliothek

    Bertha-von-Suttner-Platz 1

    40227 Düsseldorf

    Eintritt frei

     

    New York im Sommer 1969: Der Literaturstudent Jonathan Rosen macht die Bekanntschaft eines älteren Mannes, Josef Eisenstein. Durch ihn lernt der unerfahrene Junge nicht nur die Welt der Kunst, sondern auch die Macht der Verführung kennen. In den brütend heißen Straßen der Stadt machen sich die beiden auf die Suche nach willigen „Opfern“. Ihr Muster: Eisenstein, der selbst nie eine Frau berührt, lehrt seinen Schüler, dies zu tun. Sie bringen die Frauen in sein Apartment, wo Jonathan mit ihnen schläft, während Eisenstein sie beobachtet. Mit der Zeit wächst in Jonathan ein Verdacht, dass sein Mentor ein Geheimnis verbirgt. Gunnar Kaiser, geboren 1976 in Köln, arbeitet dort als Lehrer für Deutsch und Philosophie. Er betreibt den Blog Philosophisch leben und den Youtube-Kanal KaiserTV und veröffentlichte vor seinem Romandebüt Kurzgeschichten und Gedichte in Literaturzeitschriften und Anthologien.

    Moderation: Michael Serrer, Leiter des Literaturbüros NRW

  • Hinterhoflesung: Mona Harry, Dalibor Marković & Alina Schmolke

    23.08.2018

    19:00 Uhr

    Spieloase

    Brunnenstraße 65

    Eintritt frei

     

    Mona Harry: Norden und andere Richtungen

    Norden ist eine Hymne auf Mona Harry Lieblingsregion, ihr Heimatbundesland Schleswig-Holstein. Auf das ach so flache Land zwischen Nordsee und Ostsee, „vor dem sich sogar die Bäume verneigen“.

    Die weiteren Texte sind wunderbar wortgewandte, verspielte, sinnsuchende und sinnfindende, sprudelnde Texte über das Leben und das Lieben, das Staunen und das Lachen.

    Mona Harry gilt als eine der erfolgreichsten Slam-Poetinnen Deutschlands. Videos ihres Textes „Liebesgedicht an den Norden“ entwickelten sich viral zu einem Internet-Hit mit über 300.000 Aufrufen innerhalb von 2 Wochen. Ihre klangvoll rhythmischen, bildhaften Texte sind modern, zugänglich und immer mit einer Portion Humor und Augenzwinkern geschrieben.

    Die Kunst- und Philosophiestudentin Mona Harry ist seit Ende 2011 auf Poetry Slam-Bühnen im gesamten deutschsprachigen Raum aktiv. Sie veranstaltet und moderiert den monatlich stattfindenden „Slam the Pony“ Poetry Slam sowie die Veranstaltungsreihe „Kunst gegen Bares“ in Hamburg. Als Moderatorin leitet sie bei verschiedensten Veranstaltungen durch den Abend. 2014 erreichte sie das Halbfinale der deutschsprachigen Meisterschaften im Poetry Slam. 2015 stand sie im Finale.

     

     

    Dalibor Marković: Und Sie schreiben auf Deutsch?

     

    »Und Sie schreiben auf Deutsch?« Diese Frage hört der Autor oft. Kurz nachdem er sich vorgestellt und seinen Beruf angedeutet hat. Dieser Frage gilt es sich also zu stellen. Und es gilt, die Antworten zu verteidigen. Dalibor Marković spürt sie auf in den innersten Verstrickungen seiner Muttersprache, findet aber auch Hinweise auf anderen Kontinenten. Bei der Suche erhält der Spoken-Word-Lyriker Unterstützung von Rhythmen, die er mit dem Mund trommelt. Manchmal sogar während er redet. Sie fungieren als persönliches Sonar, mit dem er durch die Welt seiner Zeit manövriert.

     

    Marković verbindet Lyrik mit Beatboxing und sucht den Zusammenhang von Sprache und Identität.

     

    Dalibor Marković, 1975 geboren in Frankfurt am Main, wo er auch heute lebt, ist deutscher Lautpoet, Beatboxer und Lyriker mit kroatischen Wurzeln. Seine künstlerischen Wurzeln liegen in der Musik, als Beatboxer macht er aus Lauten Rhythmen. Seit knapp fünfzehn Jahren ist Markovic´ mit seiner Spoken-Word-Lyrik auf deutschen und internationalen Bühnen unterwegs – unter anderem mit Dominique Macri als »Team Scheller« (Deutsche Team-Meister im Poetry Slam 2014) sowie mit Bas Böttcher und Nora Gomringer als »Boombastic Lyrikwunderland«. Zwei Gedichtbände hat er bereits veröffentlicht, nun folgt sein Debüt bei Voland & Quist.

  • “FRANKREICH“ : LITERATUR MIT GITARRENKLÄNGEN

    26.08.2018

    15:00 Uhr

    Literaturbühne Modigliani

    Wissmannstraße 6

    40219 Düsseldorf-Bilk

    Eintritt frei - der Hut kreist

  • GESCHICHTEN & TRADITIONELLE ORIENTALISCHE MUSIK

    26.08.2018

    17:00 Uhr

    Café nebenan/Heaven 7

    Grafenberger Allee 145

    40237 Düsseldorf-Flingern:

     

    Der Erzählkünstler Klaus Grabenhorst trifft das orientalische Musikduo Sylvia Norhausen (Flöte/Gitarre) und Jochen Norhausen (Saz/Arabische Oud) mit zauberhaft schönen Geschichten aus dem Morgenland aus der Jahrtausend alten Hochkultur von  „1000 ehrlichen Lügen“ bis „1001 Nacht“.

  • Julia von Lucadou. Die Hochhausspringerin

    27.08.2018

    19:30 Uhr

    Heine Haus Literaturhaus Düsseldorf

    Bolkerstr. 53

    40213 Düsseldorf.

    Eintritt: EUR 10,–/8,– (erm.)

     

    Riva ist Hochhausspringerin, sie hat Millionen Fans und scheint ein perfekt funktionierender Mensch zu sein. Doch plötzlich weigert sie sich zu trainieren. Wenn sie ihren Auftrag nicht erfüllt, droht die Ausweisung in die Peripherien, wo die Menschen im Schmutz leben, ohne Möglichkeit, der Gesellschaft zu dienen. Die Hochhausspringerin führt in eine brillante neue Welt, die so plausibel wie bitterkalt ist.

    Julia von Lucadou wurde 1982 in Heidelberg geboren und ist promovierte Filmwissenschaftlerin. Sie lebt in Biel, New York und Köln. Die Hochhausspringerin ist ihr erster Roman.

    Moderation: Philipp Holstein (Kulturredaktion Rheinische Post)

    „Ein strahlender Roman über die fürsorgliche Umzingelung, in die sich die ganze Welt verwandelt hat.“ (Clemens Setz)

     

     

  • KATHERINE MANSFIELD (1888-1923) & VIRGINIA WOOLF (1882-1941)

    28.08.2018

    18:00 Uhr

    Lesecafé Knittkuhl (evangelisches Gemeindezentrum)

    Am Mergelsberg 3

    40629 Düsseldorf-Knittkuhl

    Eintritt frei - der Hut kreist

     

    Die Königin der Short Stories und die meist zitierte Frau der ersten Frauenbewegung: zwei literarische Pionierinnen, die Geschichte(n) schrieben.

  • Goethe-Sommerfest zum 269. Dichtergeburtstag

    28.08.2018

    18:00 Uhr

    Goethe-Museum

    Jacobistraße 2

    40211 Düsseldorf

    Eintritt 15 €

    (Karten im VVK und an der Museumskasse

     

    Mit literarisch-musikalischem Programm,bei gutem Wetter im Garten von Schloss Jägerhof

     

     

     

     

     

     

  • Hinterhoflesung: Regina Ray, Johannes Floehr & Alla Dierawiyah

    30.08.2018

    19:00 Uhr

    Stay

    Hüttenstraße 150

    Eintritt frei

    Regina Ray: Das Mottenprinzip

    Zwei Männer, eine Frau. Eine Dreiecksbeziehung als Roadmovie in Indien, erzählt von Anita Nenninger, einer 36-jährigen Ethnologin. Ihr langjähriger Freund ist Schweizer und immer auf Inspirationssuche, ihre neue Liebe lebt in Indien: ein Mann mit einer besonderen Stimme und vielen Gesichtern.

    Regina Ray, geboren 1955 in Bretten, Erster und Zweites Staatsexamen für das Lehramt, Studium der Ethnologie und Indologie, Ausbildung zur Atem-, Sprech- und Stimmlehrerin, Rundfunkfeatures und Literaturkritiken; Seminare für Sprech- und Stimmtraining; 2000/2001 freie Mitarbeit bei museum kunst palast, Düsseldorf, für die Ausstellung „Altäre - Kunst zum Niederknien”; 2004 Einladung zum Symposium “Europäische Kurzprosa” im Rahmen der 14. Kleist-Festtage in Frankfurt (Oder); 2006 Moderatorin zahlreicher Lesungen mit indischen Autoren im Rahmen des Länderschwerpunkts „Indien“ in Frankfurt (Buchmesse) und Düsseldorf. Wohnhaft in Düsseldorf seit 1988. Regina Ray war von 2010 - 2012 Vorsitzende des Düsseldorfer VS.

     

    Johannes Floehr: Buch

    Wissenschaftler haben herausgefunden: Der Klappentext ist derwichtigste und zugleich unwichtigste Text eines Buches. Ihn liest jeder und niemand. Er dient im Optimalfall als Kaufentscheidung, kann aber, falls schluderig formuliert, auch abschreckend wirken, z. B. durch Rehctschriebfehler. Enthalten sollte er grundsätzliche Informationen über den Autoren des Buches: Wann ist er wo geboren worden, vielleicht auch warum? Hat er bislang etwas Tolles erreicht in seinem Leben? Wohnt er irgendwo? Sowas muss da hinein. Erst recht, wenn der Titel der Textsammlung nichtssagend »Buch« lautet und der Autor ein Krefelder namens Johannes Floehr (Jahrgang 1991) ist. Immerhin gewann er 2014 den Jugendliteraturpreis des Heinrich-Heine-Instituts für einen Text, der auch in »Buch« enthalten ist. Ob man herausfinden kann, welcher?

    Johannes Floehr, Jahrgang 1991, arbeitet und lebt freiwillig in Krefeld am Niederrhein. Seit 2010 stellt er sich mit seinen selbstverfassten Texten auf Bierkästen, Bühnen und vor. So gewann er, hm, bestimmt schon zehn oder elf Poetry Slams, darunter ein dritter Platz beim NRW-Slam 2016 in Bochum, auch den Jugendliteraturpreis des Heinrich- Heine-Institutes hat man ihm 2014 verliehen. Nicht schlecht, Herr Specht bzw. Floehr. Darüber hinaus moderiert und veranstaltet der sympathische Zwei-Meter-Mann diverse Kultur- und Literaturveranstaltungen, generell engagiert er sich auf vielfachem Wege für das gesprochene und geschriebene Wort, weil er sonst nichts gelernt hat.

     

     

    Alla Dierawiyah schreibt seit einigen Jahren Erzählungen, Kurzgeschichten. Immer mit im Gepäck Geschichten aus ihrem Alltag und Leben. Sie lebt wertschätzende Gesprächskultur und zeigte in hohem Maße empathisches Verhalten. Als ein Schüler sich im Unterricht respektlos über Juden äußerte, griff sie ein und nahm die Juden in Schutz. In der Schule und auch außerschulisch engagierte sich Alla Dierawiyah in der Flüchtlingshilfe; sie setzte sich für ein Willkommensfest in einer Flüchtlingsunterkunft ein, gab Sprachunterricht und war als Dolmetscherin behilflich. All das hat sie auch in ihren Texten beschrieben und geschrieben.

  • Sina Klein: skaphander

    30.08.2018

    20:00 Uhr

    onomato künstlerverein e.V.

    Birkenstrasse 97

    40233 Düsseldorf

     

    Skaphander, wörtl. der ausgehöhlte Mensch, bezeichnet einen Schutzanzug gegen extreme Druckverhältnisse. Früher wurden die schweren Tauchanzüge so genannt, heute Raumanzüge. Auch Sina Kleins Gedichte bewegen sich unter schwankenden Druckverhältnissen durch die ebenso verlockenden wie bedrohlichen Räume zwischen Ich und Du, in denen unentschieden bleibt, ob wir darin nicht selbst zu Hohlkörpern werden.

  • Tilman Spreckelsen und Kat Menschik. Der Held im Pardelfell.

    31.08.2018

    19:30 Uhr

    Heine Haus Literaturhaus Düsseldorf

    Bolkerstr. 53

    40213 Düsseldorf.

    Eintritt: EUR 10,–/8,– (erm.)

     

    Diesmal haben sich Tilman Spreckelsen und Kat Menschik das georgische Nationalepos von Schota Rustaweli vorgenommen und daraus ein modern erzähltes und fabelhaft illustriertes Buch gemacht. Märchenhaft und faszinierend fremdländisch klingen sie, die Namen der Helden in diesem Buch: Tinatin und Awtandil, Nestan-Daredschan und Tariel. Zwei Liebespaare, deren Schicksale sich auf unvorhergesehene Weise kreuzen und bedingen. Über Jahrhunderte mündlich überliefert, prägend für das Selbstverständnis eines ganzen Landes und dabei eine zauberhafte Liebes- und Heldengeschichte.

    “Regelrechte Wunderkammern der Imagination, so lassen sich die Bilder von Kat Menschik beschreiben, der genialen Buchillustratorin.” (Denis Scheck, Druckfrisch)

     

     

  • Düsseldorf literarisch

    31.08.2018

    19:30 Uhr

    Theatermuseum der Landeshauptstadt Düsseldorf

    Jägerhofstraße 1

    40479 Düsseldorf

    Eintritt frei

     

    Bei der zweiten Lesung des VS Düsseldorf zum Jahresmotto „Düsseldorf literarisch“ lesen Gaby Grefen, Regina Ray, Barbara Ming. Es moderiert Jan Michaelis.