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26. September 2018

  • Eine Ehe in Briefen

    20:00 Uhr

    Zentralbibliothek Düsseldorf

    Bertha-von-Suttner-Platz 1

    40227 Düsseldorf

    Eintritt: frei

     

    Lew Tolstoj schrieb Romane, die an Umfang und Tiefe ihresgleichen suchen. In dem Bedürfnis nach einem sinnerfüllten Leben wurde er politisch aktiv und zum erbitterten Gegner von Kirche und Staat. Er war anerkannter Stifter einer weltanschaulichen Gruppierung mit weltweiter Resonanz. Sofia Tolstaja durchlebte sechzehn Schwangerschaften, zog von dreizehn lebend Geborenen acht Kinder auf und führte den großen Haushalt. Quasi als Agentin ihres Mannes schrieb sie dessen Romane teilweise mehrfach ab, redigierte sie und verteidigte erbittert das Werk ihres Mannes und die Familie gegen die Zumutungen seiner Gefolgschaft. Ihr gemeinsamer Weg blieb bis zum Ende, dem tödlichen Zweikampf zweier starker Menschen, immer eine außergewöhnlich intensive Liebesgeschichte. Dokumentiert wird das in ihrem ausgedehnten Briefwechsel, der die gesamte Dauer der über fünfzig Liebes- und Ehejahre umfasst. Die Tolstojs fügten einander grausame seelische Verwundungen zu, offenbarten ihr Innerstes, und beschworen einander immer wieder ihre Liebe.In einer szenischen Lesung geben die Schauspielerin Christiane Lemm und der Schauspieler Bernt Hahn diesem Schlachtfeld der Gefühle ihre Stimmen. Musikalische Akzente setzt Uwe Rössler am Flügel