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Januar 2019

  • "Aber ich schrieb mich verrückt" - Finissage der Wolfgang Welt-Ausstellung

    01.01.2019

    01:00 Uhr

    Heinrich-Heine-Institut

    Bilker Str. 12-14

    40213 Düsseldorf

    Eintritt: 5 Euro (3 Euro ermäßigt)

    Anmeldung: nicht erforderlich

     

    Als Wolfgang Welt (1952-2016) Mitte der 70er Jahre Hermann Hesses "Steppenwolf" liest, steht sein Entschluss fest: Er will Schriftsteller werden – unbedingt. Doch worüber schreiben? Über das eigene Leben, und zwar radikal subjektiv. Die rastlose Arbeit als Musikjournalist steht ebenso im Mittelpunkt seiner Romane wie die Erkrankung an einer schizophrenen Psychose. 2006, zuvor erscheinen "Peggy Sue" (1986) und "Der Tick" (2001), erreicht Welt sein "Lebensziel": Suhrkamp veröffentlicht die Werksammlung "Buddy Holly auf der Wilhelmshöhe" – Willi Winkler erklärt ihn zum "größten Erzähler des Ruhrgebiets". Peter Handke, einer seiner Förderer, sieht in Welts lakonisch-lässiger Prosa "eine grundandere Art von Geschichtsschreibung".

    Die Ausstellung lädt dazu ein, Wolfgang Welt kennenzulernen, zugleich bietet sie Fans und Experten zahlreiche Nachlassmaterialien, die noch nie öffentlich gezeigt wurden.

    Die Kuratoren Jan von Holtum und Martin Willems führen durch die Ausstellung – dabei liefern sie zahlreiche Hintergrundinformationen und bieten Einblicke in Leben und Werk von Wolfgang Welt.

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Zwischenruf - Poetry Slam. Feat. Poet. Aylin Celik

    04.01.2019

    19:00 Uhr

    zakk

    Fichtenstraße 40

    AK € 3

     

    Junge Leute verschaffen sich Gehör

    Mitmachen können alle Jugendlichen im Alter bis 20 Jahren. Moderation Pamela Granderath & Christine Brinkmann. Anmeldungen unter zwischenruf@zakk.de

    Der Zwischenruf Poetry Slam findet 4-5x im Jahr im Kulturzentrum zakk statt. Neun Poetinnen und Poeten unter 20 Jahren treten an dem Abend gegeneinander an.

    In meist drei Runden geht es um den besten Text und die überzeugendste Performance, denn das Publikum entscheidet per Wertungskarten über die Rangfolge auf dem Siegertreppchen.

    Für alle Poet*innen, die ihre Texte vor Publikum performen wollen, gilt das PN-Gesetz: Meldet Euch einfach, wenn Ihr mitmachen wollt. Dann gibt es ein Freigetränk und natürlich freien Eintritt!

  • Forum Hobby Schreiben

    07.01.2019

    17:00 Uhr

    Zentralbibliothek/Lernstudio

    Bertha-von-Suttner-Platz 1

    40227 Düsseldorf

    Eintritt frei

     

    Alle zwei Monate in der Zentralbibliothek.

    Hobby-Schreiber/innen haben selten Gelegenheit, über ihren Familien- und Freundeskreis hinaus ihre Texte vorzustellen.

    Die Stadtbüchereien Düsseldorf möchten Ihnen mit dem Forum Hobby Schreiben die Möglichkeit dazu bieten. An jedem Termin können maximal 6 Teilnehmer/innen ihre Texte vorstellen; die Teilnahme ergibt sich aus der Reihenfolge auf der Anmelde-Liste.

    Für jede Lesung sind 10 Minuten vorgesehen. Bitte richten Sie Ihre Textauswahl so ein, dass diese Zeitspanne nicht überschritten wird (evtl. Leseprobe mit der Uhr machen!). Im Anschluss an die Veranstaltung findet ein Gespräch über die Texte statt, an dem sich alle Anwesenden beteiligen können. Gäste sind ohne Anmeldung herzlich willkommen. Nur bei größeren Zuhörergruppen, z. B. Schulklassen oder Schreibwerkstätten, bitten wir um telefonische Voranmeldung.

  • Buch-Talk Ddorf. Lesetipps für alle!

    09.01.2019

    18:30 Uhr

    Zentralbibliothek/Lernstudio

    Bertha-von-Suttner-Platz 1

    40227 Düsseldorf

    Eintritt frei

     

    Buch-Talk Ddorf heißt die Überschrift, unter der wir mit Ihnen ins Gespräch über Bücher kommen möchten. Gemeinsam mit der Hörbuchhandlung Romeike laden wir Sie herzlich ein.

    Wir möchten Ihnen mit persönlichen Buchtipps helfen, im Dschungel des Literaturangebots auf die wahren Perlen zu stoßen. Gegenseitig wollen wir uns besonders schöne Lesemomente schenken und unsere Begeisterung für das Lesen weitergeben.

    Dazu brauchen wir Sie! Ob Krimi, preisgekrönte Literatur, Liebesroman, spannendes Sachbuch, oder Lyrik – egal was Sie lesen, kommen Sie vorbei und stellen Sie die Bücher vor, die Sie zuletzt wirklich bewegt haben!

    In fünfminütigen, moderierten Interviews mit Ute Romeike (Hörbuchhandlung Romeike) und Annette Krohn (Stadtbüchereien Düsseldorf) sammeln wir gemeinsam Buchtipps für alle. Jede/r kann mitmachen, oder einfach zuhören.

  • Alte Liebe von Elke Heidenreich und Bernd Schroeder

    13.01.2019

    17:00 Uhr

    Stiftung Museum Kunstpalast

    Robert-Schumann-Saal

    Ehrenhof 1

    Eintritt: 32/28/22/12 € (Schüler/Studenten 25/20/15/10 €) zzgl. Servicegebühren

    Doppelvorstellung: 17 & 20 Uhr!

     

    Mariele Millowitsch | Walter Sittler Rezitation

    Szenen einer Ehe: Nach 40 Ehejahren ist die Zeit nicht spurlos an Lore und Harry vorübergegangen. Die leidenschaftliche Bibliothekarin Lore hat Angst, bald mit dem frisch pensionierten Harry untätig im Garten zu sitzen. Zudem hadern beide Alt-Achtundsechziger damit, dass ihre Tochter sich nun in dritter Ehe mit einem reichen, noch dazu wesentlich älteren Industriellen liieren will. Den Zuschauer erwartet ein höchst unterhaltsamer satirischer Schlagabtausch – mal schroff und kratzbürstig, mal zärtlich und versöhnlich. „Lore, ich liebe dich“, sagt Harry an einer Stelle. Lore antwortet trocken: „Was ist in dich gefahren, ist dir nicht gut?“ Rezitiert vom hochkarätigen Schauspielergespann Mariele Millowitsch und Walter Sittler, erzählt „Alte Liebe“ mit viel Witz, Ironie und Gelassenheit die Geschichte eines Ehepaars, in der sich eine ganze Generation wiedererkennen kann.

     

     

     

     

     

     

     

  • Frisch gepresst: Denis Pfabe – Der Tag endet mit dem Licht

    15.01.2019

    18:00 Uhr

    Lernstudio der Zentralbibliothek

    Bertha-von-Suttner-Platz 1

    40227 Düsseldorf

    Eintritt frei

     

    Vor 25 Jahren machte Frida Beier eine aufwühlende Reise durch die USA. Sie assistierte dem berühmten Adrian Ballon, der für ein Kunstprojekt ganze Häuser zersägen ließ, und vermittelte als einzige Frau zwischen einem Haufen Arbeiter, einem unsichtbaren Düsseldorfer Galeristen und dem schweigsamen Künstler – der sich am Ende in seinem gemieteten Ferrari erschoss, in den Händen ein Foto von sich und Frida. Jetzt erst wagt sie, sein Tagebuch zu lesen und ahnt, dass sie nicht aus Zufall Ballons Assistentin wurde. Sie war Teil seines letzten, radikalen Werks. Denis Pfabe erzählt von einem exzentrischen Mann, der schwer an sich selbst trägt, von Familie und Schuld und von einer Frau, die sich lange weigert zu begreifen. Der in Bonn geborene Autor ist Absolvent der Bayerischen Akademie des Schreibens und war Stipendiat am Literarischen Colloquium Berlin. Er fährt drei Tage die Woche Gabelstapler in einem Baumarkt, weil er den Kontrast zum Schreiben mag.

    Moderation: Michael Serrer, Leiter des Literaturbüros NRW

  • Ewald Ochel „Was die nächste Zeit bringen wir, sind Kämpfe“

    15.01.2019

    19:30 Uhr

    Buchhandlung BiBaBuZe

    Aachener Straße 1

    40223 Düsseldorf

    Eintritt frei

     

    Erinnerungen eines Revolutionärs

    Buchvorstellung mit Joachim Schröder

    Joachim Schröder, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus/Neonazismus an der HS Düsseldorf, hat die Erinnerungen des Düsseldorfer Revolutionärs herausgegeben, die mitunter wie ein Schelmenroman anmuten. Das Buch ist soeben im Metropol Verlag erschienen.

     

     

     

     

  • Josef Schönen: Sherlock Holmes - Der Vampir von Sussex - Musikalisch inszenierte Lesung

    17.01.2019

    19:00 Uhr

    Stadtbücherei Oberkassel

    Luegallee 65

    40545 Düsseldorf

    Eintritt frei

     

    Ein spannender Kriminalfall des berühmten Meisterdetektives...

    Vampirismus mitten im Europa des 20. Jahrhunderts? Und das ausgerechnet in Großbritannien...?

    Alles fängt an mit einem ungewöhnlichen Telegramm... - und mündet nach und nach in einen neuerlichen spannenden Fall für Inspektor Sherlock Holmes und seinen getreuen Gehilfen Dr. Watson...

  • Rückkopplung: »Literatur und Jazz« Gespräch und Musik

    17.01.2019

    20:00 Uhr

    Landeshauptstadt Düsseldorf Zentralbibliothek/Lesefenster

    Bertha­-von­-Suttner-Platz 1

    40227 Düsseldorf

    Eintritt frei

     

    »Merkst du was ich merke, Was ich bis zur Rückkopplung verstärke«, heißt es bei der Band Blumfeld in ihrem Song »Verstärker« und so kommt es zum Titel des neuen Veranstaltungsformats mit Philipp Holstein und Dr. Verena Meis. Viermal im Jahr gehen sie den Rückkopplungen von Musik und Literatur nach. Ob Beatnik, Schallplatten­-Roman oder Punk Literature, die Veranstaltungsreihe Rückkopplung spürt hörbare Texte und lesbare Sounds quer durch die musikali­sche Literaturgeschichte auf.

    Zum Auftakt: Literatur und Jazz

    Jazz hat eine erneuernde Wirkung. Jazz reißt Grenzen ein. Jazz kennt keine Mauern. Das überträgt sich auch auf die Literatur. In Werken unterschiedlichster Schriftsteller von F. Scott Fitzgerald bis zu Friedrich Christian Delius ist der Einfluss dieser Musik spürbar. Dr. Verena Meis und Philipp Holstein stellen Bücher vor, in denen der Jazz eine Rolle spielt, sie sprechen über Autoren, die sich vom freien Spiel inspirieren ließen. Und natürlich wird Jazz aufgelegt: von Louis Armstrong über Thelonius Monk bis zu Albert Ayle.


  • Zweiklang! Wort und Musik mit Elke Heidenreich

    20.01.2019

    17:00 Uhr

    Stiftung Museum Kunstpalast

    Robert-Schumann-Saal

    32/28/22/12 € (Schüler/Studenten 12 €) zzgl. Servicegebühren

     

    Elke Heidenreich Rezitation | Calmus Ensemble

    Nachtgedanken

    Ganz im Zeichen der Nacht steht dieses musikalisch-literarische Programm, das von der Literaturexpertin Elke Heidenreich und dem Calmus Ensemble, einer der erfolgreichsten Vokalgruppen Deutschlands, ins Leben gerufen wurde, als sie sich im Jahr 2012 auf einer Seereise trafen. Es reicht von besinnlichen und nachdenklichen Beiträgen bis zu fantastischen Träumereien und den zum Teil bizarren Vertonungen der Galgenlieder von Christian Morgenstern. Die Musik und Texte sind dabei keineswegs einschläfernd, denn es geht gerade auch um solche Nächte, in denen uns Schmerzen, Sorgen oder auch verrückte Fantasien wachhalten. Das Calmus Ensemble taucht ein in die düsteren oder geheimnisvollen nächtlichen Stimmungen und begegnet ihnen mal poetisch, mal augenzwinkernd. Die Stücke wurden fast ausnahmslos für das Ensemble komponiert oder arrangiert. Dazwischen liest Elke Heidenreich eigene Texte sowie Texte von Marcel Proust, Erich Kästner, Ludwig Tieck und anderen Dichtern.

    Ensemble: Anja Pöche, Sopran | Stefan Kahle, Countertenor | Tobias Pöche, Tenor | Ludwig Böhme, Bariton | Manuel Helmeke, Bass

     

     

     

     

     

  • Poesieschlachtpunktacht

    20.01.2019

    20:00 Uhr

    zakk

    Fichtenstraße 40

    AK € 3,50

     

    Moderation: Pamela Granderath & Markim Pause. Erlaubt ist beim Poetry Slam, was gefällt - Hauptsache, die Texte sind selbst verfasst, dauern nicht länger als sechs Minuten, und die Teilnehmer*innen kommen ohne Requisiten oder Musik aus.

    Seit 1997 Kultveranstaltung in Düsseldorf, ist die "Poesieschlacht-punkt-acht" einmal im Monat Garant für literarische Überraschungen der besonderen Art. Die Moderatoren Pamela Granderath und Markim Pause, selbst begeisterte und erfolgreiche Slammer, präsentieren jeden 3.Sonntag den "Poetry Slam" im zakk. Bekannte wie unbekannte Autor/-innen kämpfen in jeweils 6 Minuten um den von Markim Pause liebevoll gestalteten Pokal nebst Champagner für die Siegesfeier und die Gunst des Publikums - denn wer am Ende gewinnen wird, entscheidet eine unerbittlich Jury, die an jedem Abend aus den Besuchern gewählt wird. In der Finalrunde kann dann das gesamte Publikum seine Stimme abgeben.

    Wer glaubt, dass nur bekannte Autor/-innen gewinnen, sollte sich eines Besseren belehren lassen, seine Texte mitbringen und vorlesen!


    Anmeldungen und Informationen für Slam Poetinnen und Poeten unter christine.brinkmann@zakk.de

  • Friedrich Christian Delius. Die Zukunft der Schönheit.

    21.01.2019

    19:30 Uhr

    Heine Haus Literaturhaus Düsseldorf

    Bolkerstr. 53

    40213 Düsseldorf.

    Eintritt: EUR 10,–/8,– (erm.)

     

    Ein New Yorker Jazzclub im Jahr 1966: Ein junger Deutscher aus der hessischen Provinz gerät in ein Konzert des Saxophonisten Albert Ayler. Befremdet, beleidigt, beschwingt von der unerhörtesten Musik jener Zeit, beginnt der junge Mann, das ganze unheilvolle Durcheinander der Gegenwart aus diesen Tönen herauszuhören. Gebannt von Aylers Improvisationsräuschen, begreift der junge Mann in einem hellsichtigen Assoziationstaumel wie Zerstören und Zersetzen der Beginn alles Schönen sein kann und die Kunst das Rettende wird.

     

     

  • #stadtschreiben: Kreatives Schreiben in der Stadt mit Dorothee Köhler

    23.01.2019

    18:00 Uhr

    Lernstudio der Zentralbibliothek

    Bertha-von-Suttner-Platz 1

    40227 Düsseldorf

    Eintritt frei

     

    Bibliotheken sind Orte der Inspiration, der Poesie, der Magie. Und damit perfekt geeignet, um ins Schreiben zu kommen.

    Eine kleine kreative Auszeit zwischendurch: ein paar Schritte gehen, sich umschauen, wahrnehmen, was ist, und dann aufschreiben, wozu der Ort Sie inspiriert: Das ist #stadtschreiben.

    Dorothee Köhler gibt Ihnen unterschiedliche Schreibimpulse, die sich in unterschiedlicher Weise auf Bücher und die Bibliothek beziehen, und Sie können sich anschließend mit der Gruppe dazu austauschen.

    Ansonsten gilt: #stadtschreiben ist für Sie kostenlos! Sie müssen sich auch nicht anmelden. Einfach Schreibsachen einpacken, zum vereinbarten Zeitpunkt am vereinbarten Treffpunkt sein und mitmachen! Schreiberfahrung oder andere Vorkenntnisse sind nicht nötig.

  • Takis Würger. Der Club

    24.01.2019

    19:30 Uhr

    Ort: Heine Haus Literaturhaus Düsseldorf,

    Bolkerstr. 53

    40213 Düsseldorf.

    Eintritt: EUR 10,–/8,– (erm.)

    Takis Würger. Die Zukunft der Schönheit. (Hanser)

     

    Takis Würger erzählt mit Tempo und Wucht eine Geschichte über Angst und Hoffnung im Berlin des Jahres 1942: Friedrich, ein stiller junger Mann, kommt vom Genfer See nach Berlin. In einer Kunstschule trifft er Kristin. Sie nimmt Friedrich mit in die geheimen Jazzclubs. Sie trinkt Kognak mit ihm und gibt ihm seinen ersten Kuss. Eines Morgens klopft Kristin an seine Tür, verletzt, mit Striemen im Gesicht: "Ich habe dir nicht die Wahrheit gesagt." Die Gestapo hat sie enttarnt und zwingt sie zu einem unmenschlichen Pakt …

     

     

  • Düsseldorfer Literaturkonzerte: Scheherazade schattenspielend

    24.01.2019

    20:00 Uhr

    Landeshauptstadt Düsseldorf

    Zentralbibliothek

    Bertha-von-Suttner-Platz 1

    40227 Düsseldorf

    Eintritt frei

     

    Scheherazade schattenspielend: Das Märchen vom Anfang, von der Liebe und vom Ende

    Signor Montolo, der Puppenmacher, hat sich die schönste Prinzessin der Welt ausgedacht. Er will sie Scheherazade nennen, und beschließt, sie ohne Füße zu machen, damit sie ihm nicht weglaufen kann. Jeden Tag öffnet Signor Montolo die Ladentür, „Guck mal, wie schön die Welt ist, Prinzesschen!“ würde er schnattern, dann dreht er sich um und verschwindet bis zum Abend im Dämmergrau seiner Werkstatt. Scheherazade wird einen Tag lang auf eine Mauerwand starren. Sie zählt jeden Tag die Steine in der Mauer bis eines Morgens ein Vogel zur Ladentür herein schwirrt. Er hockt sich auf den Holzfußboden und zwinkert zur Prinzessin hoch. „Ich weiß, was in der Welt passiert!“ sagt der Vogel. – „Erzählst du es mir?“ fragt Scheherazade. Und so kommt der Vogel mit Neuigkeiten aus der Welt hinter der Mauer nun täglich, und Scheherazade verwebt seine Berichte zu einer Geschichte mit einem Anfang im Frühling, einem Fest im Sommer, einem Streit im Herbst und einem Abschied im Winter.

     

    Von und mit Peter Welk

    Gesang: Mascha Corman

    Komposition und am Flügel: Georg Corma

  • Konzertlesung: "Wirf Deine Angst in die Luft" mit Texten von Rose Ausländer

    27.01.2019

    18:00 Uhr

    Maxhaus - katholisches Stadthaus in Düsseldorf

    Schulstraße 11

    40213 Düsseldorf

     

    Das Programm „Wirf Deine Angst in die Luft“ ist eine mehrfach ausgezeichnete musikalisch-literarische Collage. In zweijähriger Arbeit hat der Ratinger Musiker Jan Rohlfing ausgewählte Texte von Rose Ausländer vertont und anschließend mit einem Ensemble von Musikern eingespielt. Die Audio-CD belegte unter anderem den ersten Platz der Hörbuchbestenliste des Hessischen Rundfunks 2018. Dieses Programm wird nun von acht Musikern und der Schauspielerin Alicia Fassel live im Maxhaus aufgeführt.

    Nach einer Begrüßung durch einen Vertreter der Landeshauptstadt Düsseldorf wird Herbert Rubinstein, der wie Rose Ausländer in Czernowitz geboren wurde, Worte des Gedenkens sprechen, ebenso wie Roman Franz, Vorsitzender des Landesverbandes der Sinti und Roma NRW.

    Eine Veranstaltung der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf in Kooperation mit dem Maxhaus, der Evangelischen und Katholischen Kirche Düsseldorf, der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf, dem Düsseldorfer Appell/Respekt und Mut, dem Gerhart-Hauptmann-Haus, der DGB-Jugend Düsseldorf/Bergisch Land sowie zahlreichen weiteren Unterstützern.

  • Max Brod – Ein Leben für Kafka?

    29.01.2019

    19:00 Uhr

    Gerhart-Hauptmann-Haus

    Bismarckstraße 90

    40210 Düsseldorf

    Eintritt frei

     

    Max Brod wurde 1884 Prag geboren. Später studierte er dort Jura und lernte Franz Kafka kennen, für den er ein Freund und Förderer wurde. Brod selbst wurde in diesen Jahren zu einem erfolgreichen Autor, Herausgeber und Kritiker – und zu einer wichtigen Figur in Prager Kunst- und Kulturkreisen. Er verhalf auch anderen Künstlern zum Durchbruch wie dem Autor Jaroslav Hasek (Der brave Soldat Schwejk) oder dem Komponisten Leos Janácek. Mit Kafka aber verband ihn eine intensive Freundschaft. Als dieser 1924 jung starb, hinterließ er dem Freund nahezu alle unveröffentlichten Manuskripte (darunter auch die Romanfragmente Der Prozess und Das Schloss) und beauftragte ihn, alles zu verbrennen. Brod begann stattdessen, sie zu editieren und zu veröffentlichen und verhalf Franz Kafka so posthum zu Weltruhm. Als er 1939 vor dem NS-Regime nach Palästina floh, nahm er Kafkas Vermächtnis mit und rettete es ein weiteres Mal vor der Vernichtung.

    Obwohl Max Brod selbst zahlreiche Romane, Novellen, Gedichte und Abhandlungen veröffentlichte, ist sein Werk heute kaum bekannt. Michael Serrer, der Leiter des Literaturbüros NRW, wird Arbeiten von Brod vorstellen und aus dem Leben des großen Literaturvermittlers berichten.

     

  • Lesung & Gespräch: Navid Kermani

    30.01.2019

    19:00 Uhr

    Kunstsammlung NRW

    Grabbeplatz 5
    40213 Düsseldorf

    Eintritt frei

     

    Für seine Romane und Erzählungen vielfach ausgezeichnet, genießt der Kölner Schriftsteller Navid Kermani zugleich als Berichterstatter aus Kriegs- und Krisengebieten hohes Ansehen.An diesem Abend wird er ausgewählte Passagen aus drei Reportagebüchern lesen und mit der Kuratorin Maria Müller-Schareck über seine Arbeit diskutieren: "Entlang den Gräben. Eine Reise durch das östliche Europa bis nach Isfahan" (2018), "Einbruch der Wirklichkeit. Auf dem Flüchtlingstreck durch Europa" (2015) und „Ausnahmezustand. Reisen in eine beunruhigte Welt“ (2013).

     

     

  • Poetische Begegnungen: Olga Martynova trifft Gerhard Falkner

    30.01.2019

    19:30 Uhr

    onomato künstlerverein e.V.

    Birkenstrasse 97

    40233 Düsseldorf

    Eintritt 3 / 2 Euro, Mitglieder frei

     

    Mit Olga Martynova und Gerhard Falkner sind in der Lyrikreihe zwei hochgeschätzte Schriftsteller zu Gast, die sich trotz ihrer Anerkennung von ihrer Lust, Neues auszuprobieren und zu experimentieren nichts haben nehmen lassen.

    Olga Martynova, 1962 in Sibirien geboren, in Leningrad aufgewachsen, hatte dort zusammen mit ihrem im letzten Jahr verstorbenen Mann, dem Dichter Oleg Jurjew, die Künstlergruppe und noch heute existierende Plattform „Kamera chranenija“, auf deutsch etwa „Aufbewahrungsort“, gegründet. Seit 1990 lebt sie in Deutschland. In der Tradition der avantgardistischen Gruppe „Oberiu“ aus den 20iger und 30iger Jahren um Daniil Charms hält sich ihre Lyrik weder an konsistente Raum/Zeitgrenzen, noch irgend an geltende Naturgesetze. Und doch transportieren die Gedichte durch ihre bildstarke, sinnliche Präsenz und ihr deutliches Insistieren auf einem thematischen Verdichtungspunkt Figurationen, die vom „Wiesenjenseits“ einer gestorbenen Biene bis zum Bild der Sprache als Falter mit dem „Hinkeflügel“, der sich halb über, halb unter Wasser bewegt, sowohl unsere Imagination wie auch unser Denken ihrerseits in Bewegung setzen.

    Gerhard Falkner, 1951 im mittelfränkischen Schwabach geboren, erregte schon 1981 mit seinem ersten Gedichtbuch „so beginnen am körper die tage“ Aufsehen: gegen die „Befindlichkeitslyrik“ der späten 70iger Jahre setze er einen deutlichen Akzent – wenn auch im freien Vers – auf eine durchdachte und formal durchgestaltete poetische Sprache. Es folgten weiter Gedichtbände in steter Folge bis er in seinem Essayband „Über den Unwert des Gedichts“, 1993 – ganz in avantgardistischer Manier – seinen Rückzug aus dem Literaturbetrieb ankündigte und sich doch – das stete Paradox der Avantgarden – nach vierzehn Jahren, im Jahr 2000 mit dem wiederum vielbeachteten Gedichtbuch „Endogene Gedichte“ vehement auf der Bühne der Poesie zurückmeldete. Dem sollten seine wichtigsten lyrischen Werke „Hölderlin Reparatur“, 2008, und „Pergamon Poems“, 2012 folgen. 2009 erhielt er die höchste Auszeichnung für Lyrik, den Peter Huchel Preis. Die Gleichzeitigkeit von Prägnanz, Anschaulichkeit, frappierenden Zeitsprüngen und Leichtigkeit, mit der er etwa in dem Gedicht „Artemis“ aus den Pergamon Poems von der semi-plastischen Bildlichkeit der Artemis im Pergamon Fries über mehr als zweitausend Jahre in die „Kill Bill“- Filmwelt von Quentin Tarantino springt, ist so atemberaubend und treffend zugleich, dass sie für beide Welten vor- und rücklings vieles zu denken gibt.