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5. Februar 2019

  • Aladin El-Mafaalani: Das Integrations-Paradox

    19:00 Uhr

    Buchhandlung BiBaBuZe GbR

    Aachener Straße 1

    40223 Düsseldorf

    Eintritt: 5 €

    Der Eintritt wird vollständig gespendet.

     

    Zusammenwachsen tut weh.

    Wer davon ausgeht, dass Konfliktfreiheit ein Gradmesser für gelungene Integration und eine offene Gesellschaft ist, der irrt. Konflikte entstehen nicht, weil die Integration von Migranten und Minderheiten fehlschlägt, sondern weil sie zunehmend gelingt. Gesellschaftliches Zusammenwachsen erzeugt Kontroversen und populistische Abwehrreaktionen – in Deutschland und weltweit.

    Aladin El-Mafaalani nimmt in seiner Gegenwartsdiagnose eine völlige Neubewertung der heutigen Situation vor. Wer dieses Buch gelesen hat, wird- verstehen, warum Migration dauerhaft ein Thema bleiben wird und welche paradoxen Effekte Integration hat- erfahren, woher die extremen Gegenreaktionen kommen- in Diskussionen besser gegen Multikulti-Romantiker auf der einen und Abschottungsbefürworter auf der anderen Seite gewappnet sein- erkennen, dass es in Deutschland nie eine bessere Zeit gab als heute und dass wir vor ganz anderen Herausforderungen stehen, als gedacht.

    Aladin El-Mafaalani, 1978 im Ruhrgebiet geboren. Er studierte in Bochum Politikwissenschaft, Soziologie, Wirtschaftswissenschaft und Arbeitswissenschaft. Zunächst war er Lehrer am Berufskolleg Ahlen, später Professor für Politikwissenschaft und politische Soziologie an der Fachhochschule Münster. Seit 2018 arbeitet er im nordrhein-westfälischen Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration in Düsseldorf.

  • »Ich war, ich bin, ich werde sein!« Zum 100. Todestag von Rosa Luxemburg: Buchvorstellung mit Prof. Dr. Ernst Piper

    19:00 Uhr

    Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus

    Deutsch-osteuropäisches Forum

    Bismarckstraße 90

    40210 Düsseldorf

    Eintritt frei

     

    Erst 100 Jahre nach ihrem gewaltsamen Tod liegt nun endlich eine moderne, wissenschaftlichen Ansprüchen genügende Biographie Rosa Luxemburgs (1871–1918) vor – obwohl kein Zweifel daran bestehen kann, dass sie eine herausragende Gestalt der deutschen Geschichte des frühen 20. Jahrhunderts war. Unumstritten war ihr Andenken indes nie und ist es bis heute nicht. Und das gilt nicht nur für Deutschland, sondern auch für Polen: in Zamość, der Stadt unweit von Lublin, in der Rosa Luxemburg 1871 geboren wurde, ist im März 2018 die 1979 am früheren Wohnhaus der Familie Luxemburg angebrachte Gedenktafel auf Geheiß der Behörden entfernt worden. Grundlage dazu war das kurz zuvor in Kraft getretene »Gesetz gegen die Verbreitung von Kommunismus und anderen totalitären Systemen durch die Namen öffentlicher Gebäude und Einrichtungen«. Der renommierte Zeithistoriker Ernst Piper setzt sich in seinem neuen Buch umfassend mit der historischen Rolle Rosa Luxemburgs und ihrer Bewertung auseinander.

  • Haru Specks Vinylpredigt: »Von Büchern und Schallplatten«

    20:00 Uhr

    Landeshauptstadt Düsseldorf

    Zentralbibliothek/Lesefenster

    Bertha-von-Suttner-Platz 1

    40227 Düsseldorf

    Eintritt frei

     

    Schallplatten sind wie die kleinen Brüder der Bücher. Es sind materielle Medien und ihre Herstellung ist aufwändig und teuer. Was wäre eine Welt ohne Bücher und Schallplatten?

    Haru Specks, seines Zeichens Schallplattenaufleger und Vinylprediger, der vor langer Zeit eine Ausbildung in einer Druckerei machte und sich deshalb einen Jünger Gutenbergs und Vertreter der schwarzen Kunst nennen darf, wird über Bücher in der Musik, Musik in den Büchern und über den Genuss und Gewinn in der Auseinandersetzung mit diesen „Datenträgern“ sprechen.

    Als Inspiration zum Abend: „The medium is the message“ – Marshall McLuha

  • André Herrmann: Platzwechsel

    20:00 Uhr

    zakk

    Fichtenstraße 40

    40233 Düsseldorf

    VVK € 11 / AK € 14

     

    André Herrmann erzählt mit viel Humor von den weniger lustigen Seiten des Lebens: von Krankheiten, Ängsten und vom Altern, von Trennungsfeiern und davon, was passiert, wenn man den eigenen Eltern zu Weihnachten einen Joint schenkt. Eigentlich hatte André gedacht, endlich den Absprung aus seiner Heimat in der Provinz Sachsen-Anhalts geschafft zu haben. Weg von Klassentreffen, Hochzeiten und Thermomixen. Wären da nicht sein Großvater, der an Demenz erkrankt ist, ins Heim zieht und jeden Tag ein bisschen mehr den Anschluss an die Welt verliert, und sein bester Kumpel Maik, der auf die furchtbar grandiose Idee kommt, André einen Job in der Heimat zu besorgen.

    André Herrmann ist Schriftsteller und Comedy-Autor. Er ist Gründungsmitglied der Lesebühnen »Schkeuditzer Kreuz« in Leipzig sowie »Fuchs & Söhne« in Berlin und war Teil des legendären »Team Totale Zerstörung«, das 2011 und 2012 die deutschsprachigen Meisterschaften im Poetry Slam gewann. Er konzipiert Comedy-Programme und schreibt u.a. für das »Neo Magazin Royal« (ZDF), »Olaf macht Mut« (ARD), »[sla(m]dr)« und »Comedy mit Karsten« (MDR). 2015 erschien sein Debütroman »Klassenkampf« bei Voland & Quist.