zurück

12. Juni 2019

  • EXERIMENTALE 6. Sonderthema – Heimat und Exil

    19:00 Uhr

    Mit Sven-Ingo Koch, Matthias Schamp & Anke Stelling

    Heinrich-Heine-Institut

    Bilker Str. 12-14

    40213 Düsseldorf

    Eintritt frei

     

    Bei der sechsten „EXPERIMENTALE“ werden erneut die Schranken zwischen der Literatur und anderen Medien verflüssigt. Die Autorin Anke Stelling (Berlin), der Komponist Sven-Ingo Koch (Düsseldorf) und der Autor und Aktionskünstler Matthias Schamp (Bochum) zeigen zeitgenössische Positionen grenzüberschreitender Literatur auf. Dazu werden sie mit Schülerinnen und Schülern der Annette-von-Droste-Hülshoff Gymnasiums Benrath, des Comenius-Gymnasiums Oberkassel und der Dieter-Forte-Gesamtschule Eller in Tagesworkshops Texte, Hörspiele und Aktionen erarbeiten. Als Ausgangspunkt dient Heines „Wintermährchen“. Die Ergebnisse werden abends im Heine-Institut vorgestellt. Dort wird Matthias Schamp eine Aktion zelebrieren. Anke Stelling wird einen eigenen Text lesen. Zudem wird der Pianist Martin von der Heydt wird Werke von Yasuko Yamaguchi und Sven-Ingo Koch interpretieren.

     

    Bei der sechsten „EXPERIMENTALE“ werden erneut die Schranken zwischen der Literatur und anderen Medien verflüssigt. Die Autorin Anke Stelling (Berlin), der Komponist Sven-Ingo Koch (Düsseldorf) und der Autor und Aktionskünstler Matthias Schamp (Bochum) zeigen zeitgenössische Positionen grenzüberschreitender Literatur auf. Dazu werden sie mit Schülerinnen und Schülern der Annette-von-Droste-Hülshoff Gymnasiums Benrath, des Comenius-Gymnasiums Oberkassel und der Dieter-Forte-Gesamtschule Eller in Tagesworkshops Texte, Hörspiele und Aktionen erarbeiten. Als Ausgangspunkt dient Heines „Wintermährchen“. Die Ergebnisse werden abends live im Heine-Institut vorgestellt. Dort werden Anke Stelling und Matthias Schamp eigene Werke präsentieren. Zudem wird der Pianist Martin von der Heydt wird folgende Werke interpretieren:

    Yasuko Yamaguchi: I canti del gabbiano e il silenzio della laguna di notte

    Sven-Ingo Koch: Quel portone dimenticato

     

     

    Biografien:

     

    Sven-Ingo Koch, Komponist, geboren 1974 in Hagen, (Villa Massimo in Rom 2011, Aufenthaltsstipendium Istanbul 2014). Seine Musik wurde im SWR, BR, WDR gesendet und u.a. vom Tokyo Symphony Orchestra aufgeführt

     

    Matthias Schamp, geboren 1964 in Bochum, aufgewachsen in Krefeld, lebt als Autor und Künstler in Bochum; Schöpfer der Serie „Schlechte Verstecke“ im Satiremagazin „Titanic“; zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland; Lehraufträge an Universitäten und Hochschulen; mehrere Einzelveröffentlichungen: Lyrik, Kurzprosa, Roman, Essays und Hörspiele.

     

    Anke Stelling, geboren 1971 in Ulm, ausgebildet am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig, lebt in Berlin. Veröffentlichte zuletzt „Bodentiefe Fenster“ und „Fürsorge“ im Verbrecher Verlag sowie „Erna und die drei Wahrheiten“ bei cbt. Schreibt auch Drehbücher, davon zuletzt gefördert „Ich hatte eine Farm“ – über Kolonialisierung jenseits von Afrika. Für „Schäfchen im Trockenen“ erhielt sie den Preis der Leipziger Buchmesse 2019.

     

  • Michal Hvorecky: Troll

    19:00 Uhr

    Literaturbüro/ Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus

    Eintritt frei

    Bismarckstr. 90

    40210 Düsseldorf

     

    In seinem Science-Fiction-Roman „Troll“ zeichnet Michal Hvorecky ein düsteres Bild der Zukunft: Die EU ist zerfallen. In einem diktatorisch geführten Reich wird das Internet durch ein Heer von Trollen kontrolliert. Mit täglich neuen Denunzierungen, Halbwahrheiten, Gerüchten und Propagandameldungen lenken sie die öffentliche Meinung. Zwei Freunde, die in dieser totalitären Gesellschaft aufgewachsen sind, entwickeln immer stärkere Zweifel am Wahrheitsgehalt der Meldungen und beschließen, das staatliche System der Fehlinformationen von innen heraus zu stören. Die beiden heuern bei einer Trollfabrik an. Dabei entdecken sie ihre eigene Lust am Hass und geraten an die Grenzen ihres gegenseitigen Vertrauens.

    Michal Hvorecky, geboren 1976, lebt in Bratislava und zählt zu den renommiertesten Schriftstellern der Slowakei. Er hat bisher vier Romane veröffentlicht, seine Bücher wurden in zehn Sprachen übersetzt. Mit seinen journalistischen Texten engagiert er sich für die Pressefreiheit und gegen antidemokratische Strömungen in seiner Heimat. Hvorecky war mehrmals selbst Zielscheibe von Shitstorms und Hasskampagnen.

    Moderation: Michael Serrer, Leiter des Literaturbüros NRW

     

  • Anselm Neft, Die bessere Geschichte

    20:00 Uhr

    Zentralbibliothek

    Bertha-von-Suttner-Platz 1

    Eintritt frei

     

    „Sie haben Flammen und Waffen“— so das Motto der diesjährigen Düsseldorfer Literaturtage. Die Erinnerungen des sensiblen Tilman Weber, der von seinem verwitweten Vater auf ein alternatives Internat abgeschoben wird, haben die Schlagkraft von Waffen. Die Flammen der Ereignisse in seiner Vergangenheit reichen mit ihrer Zerstörungskraft bis in die Gegenwart. Als Erwachsener muss der Erzähler aus Anselm Nefts Roman sich gegen seinen Willen einem Kapitel seiner Biographie stellen, das in ihm immer noch sehr lebendig ist. „Die bessere Geschichte“ verhandelt große Fragen rund um den Umgang mit Traumata auf atemberaubend spannende Weise. Der Roman bietet keine einfachen Antworten, sondern gewährt tiefe Einsichten in das Wesen unserer Gesellschaft.

    Anselm Neft, 1973 in Bonn geboren, ist der Autor mehrerer Romane und Sachbücher. Er lebt aktuell als Autor und Publizist in Hamburg.