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27. Juni 2019

  • Ernst Jünger: Strahlungen I

    19:00 Uhr

    Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus

    Bismarckstraße 90

    40210 Düsseldorf

    Eintritt frei

     

    Vortrag von Prof. Dr. Winfrid Halder

    1949 erschien Ernst Jüngers (1895–1998) Tagebuch »Strahlungen I«, das neben seiner Zeit als Besatzungsoffizier in Paris auch von einer Reise an die kaukasische Front handelt. Der Autor stellt ganz bewusst entsetzliche Kriegserlebnisse in Kontrast zur Schönheit in Kunst und Natur, wodurch der geschilderte Krieg nur noch mehr an Schrecken gewinnt. Jünger war und ist eine der schillerndsten und umstrittensten Persönlichkeiten der Literatur des 20. Jahrhunderts.

    Hochschätzung (etwa auch in Frankreich) und entschiedene Ablehnung sind ihm in seinem langen Leben gleichermaßen entgegengebracht worden. Besonders sein Verhältnis zum NS-Regime ist immer wieder kontrovers diskutiert worden. Mit »Strahlungen I« konnte Jünger, dem 1945 von den Siegermächten ein Publikationsverbot auferlegt worden war, erstmals wieder vor das Lesepublikum treten. Der Vortrag wirft in historischer Perspektive einen kritischen Blick nicht zuletzt auf Jüngers Rezeption in der jungen Bundesrepublik.

  • Düsseldorfer Literaturkonzerte: Willkommen im Schmierentheater

    20:00 Uhr

    Landeshauptstadt Düsseldorf

    Zentralbibliothek

    Bertha-von-Suttner-Platz 1

    40227 Düsseldorf

    Eintritt frei

     

    Willkommen im Schmierentheater

    Theatergroteske

     

    Auf dem Programm steht eine ganz und gar fragwürdige, an den Haaren herbeigezogene und aberwitzige Geschichte von zwei kolossal gescheiterten Bühnenfiguren: den Herren Adam Abend, ehemals Provinztragöde, und Buddy Buntbusch, ehemals Operetten-Buffo. Buntbusch und Abend, beide gerade achtzig geworden, bekommen Post von Delia Talaan, einer zum Star gewordenen Theaterkollegin. Von ihrem Geburtsort Mulm hat sie es bis Hollywood geschafft, wo sie nun verstorben ist. Den beiden Alten bietet sie in ihrem Testament einen Platz neben sich im Grab auf dem Friedhof von Mulm an, als Dankeschön für die unvergessenen Affären mit ihnen. Großzügig und opulent ausgestattet sollen sie mit ihr unter die Erde kommen und in Goldbuchstaben auf dem Grabstein oben neben ihrem Namen stehen. Das Angebot gilt nur für beide zusammen, Einzelplätze werden nicht vergeben. Peter Welk hat eine Geschichte von beinahe Dürrenmattscher Hinterhältigkeit geschrieben.

     

    Mit Dieter Prochnow und Peter Welk

    Operettenklänge am Flügel mit Georg Corman