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21. September 2019

  • »Deutschland. Ein Wintermärchen«

    19:00 Uhr

    Heinrich-Heine-Institut

    Bilker Str. 12-14

    40213 Düsseldorf

    Eintritt: 7 Euro (erm. 5 Euro)

    Anmeldung erforderlich unter Telefon +49 211 - 8995571 oder heineinstitut@duesseldorf.de

     

    »Und als ich an die Grenze kam, Da fühlt ich ein stärkeres Klopfen…«

    Lesarten und Tonarten zum »Wintermärchen«

     

    »Im traurigen Monat November wars,

    Die Tage wurden trüber,

    Der Wind riß von den Bäumen das Laub,

    Da reist ich nach Deutschland hinüber.«

     

    Wut und Wehmut führen Heinrich Heine in Paris die Feder, als er die balladeske Bestandsaufnahme seiner Heimat – »Deutschland. Ein Wintermärchen« – niederschreibt. Zornig über die politischen, gesellschaftlichen, sozialen Zustände, gleichermaßen schockiert und amüsiert über die Schlafmützigkeit seiner Zeitgenossen gießt er das Gesehene in eine Form, die auch nach 175 Jahren nichts an Wortgewalt, Sprachwitz und Finesse verloren hat.

    Im lyrischen Logbuch der Deutschlandreise sind Politik, Bildung, Religion in allen Facetten festgehalten – mit beißender Ironie und analytischer Poesie, aus der das Gefühl eines Dichters im Exil spricht, der mit und an dem Deutschland leidet, das er erkundet und erlebt.

    In einer musikalischen Lesung rezitiert und resümiert Dr. Andreas Turnsek im Vortrag. Die von der Akkordeonistin Gudrun Salger M.A. vertonten Verse werden von Stephanie-Marie Turnsek gesungen und bekommen rhythmische Impulse durch die Perkussion von Olaf Schaper.

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Tobias Steinfeld: Kein Plan

    19:00 Uhr

    zakk

    Fichtenstraße 40

    Eintritt frei. Um Spende wird gebeten. (Empfehlung: 5,- EUR)

     

    Buchpremiere des neuen Werkes vom Autor

    Hinreißend komischer und warmherziger Coming-of-Age-Roman ab 13 Jahren.

    Beruf kommt von Berufung. Was soll Albert denn mit dieser Aussage anfangen? Wenn es nach seinem Vater Petter ginge, würde Albert studieren und Germanist werden. Hätte Melanie etwas mitzureden, würde er ein muskelbepackter Maurer werden. Doch Albert selbst weiß gar nicht so recht, was er mit seiner Zukunft eigentlich anstellen möchte. Das letzte bisschen Orientierung in seinem Leben wird ihm schließlich genommen, als sein Vater einen Schlaganfall erleidet.

    Bevor Petter nur noch wirres Zeug von sich gibt, schließt er eine letzte Wette mit seinem Sohn ab: Wenn Albert in den nächsten sieben Tagen eine Ausbildungsstelle findet, hat er einen Wunsch frei. Der perfekte Deal für Albert: Er freut sich auf eine Woche, in der ihm niemand fragt: "Was willst du eigentlich machen?" Doch dann stirbt sein Vater und Petters letztes Wort bringt Albert vollkommen aus der Fassung: "Mäh!" Was könnte sein Vater damit nur gemeint haben? Will er, dass Albert Schäfer wird?

    Verwirrt und orientierungslos zieht Albert daher auf einen Schäferhof, in der Hoffnung, dort endlich seinem Schicksal zu begegnen. Er lernt andere Jugendliche kennen, die ebenfalls ihren Platz in der Welt suchen. Gibt es am Ende vielleicht gar kein Schicksal sondern nur seltsame Zufälle und die Möglichkeit das Glück selbst in die Hand zu nehmen?

    Tobias Steinfeld wurde 1983 in Osnabrück geboren. Er lernte einen handfesten Beruf, studierte und jobbte als Inklusionshelfer an einer Förderschule. Heute leitet er Schreibwerkstätten für Jugendliche und schreibt selbst Geschichten. Als sein erstes Stück auf die Bühne kam, rief seine ehemalige Grundschullehrerin ungläubig und stolz bei seiner Mutter an: "Ist das wirklich von Tobias?" Sein Romandebüt "Scheiße bauen: sehr gut" wurde unter anderem mit dem Mannheimer Feuergriffel-Stipendium ausgezeichnet. Er lebt in Düsseldorf.