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April 2020

  • Nikolaus Heidelbach & Jan Philipp Reemtsma. Weg war das Ihmchen! ABGESAGT!

    02.04.2020

    19:30 Uhr

    Heine Haus Literaturhaus Düsseldorf

    Bolkerstr. 53

    40213 Düsseldorf.

    10,-€, Kinder und Jugendliche freier Eintritt

     

    Weg ist das Ihmchen! Kurtpeter ist ganz verzweifelt. Im doofen gelben Haus ist das Ihmchen nicht, im komischen grünen Haus auch nicht. Zusammen mit Beinelars macht sich Kurtpeter auf die Suche nach seinem Ihmchen. Bei Inge Rölling finden sie statt des Ihmchens einen Matz mit Schnabel und Pfoten, der schlüpfrige Matrosenlieder singt, und die kleine Linse, die angeblich in Korea zur Welt gekommen ist, Altetruskisch lernt und überhaupt sehr schlau ist und sehr viel redet. Und noch jemand wohnt bei Frau Rölling im Haus, und zwar im Oberstübchen: Gott nämlich, aber mit dem ist nicht viel anzufangen, weil er immer am Schreibtisch hockt und neue Welten zeichnet. Aus dem Haus geht er nie. Woher soll der also wissen, wo das Ihmchen ist? Der weiß ja eigentlich gar nichts. Linse schließt sich den beiden Jungs an. Auf ihrem Weg begegnen die drei einer möhfenden Grätsche, einem knutschenden Liebespaar, dem Überdimensionalkrokodil und schließlich der Höllenköchin und ihrem Sohn, dem Schlimmen Urs, der Geburtstag hat und sich was richtiges Leckeres wünscht: Ihmchen in Stinkpampe nämlich. Ob das gut ausgeht?

     

     

  • Alexander Nitzberg (Übersetzer). Alexander Puschkin. Pique Dame

    21.04.2020

    19:30 Uhr

    Heine Haus Literaturhaus Düsseldorf

    Bolkerstr. 53

    40213 Düsseldorf.

    Eintritt: 10,-/8,-€

     

    Karten, Würfel, Glücksspiel: Das war – so hat es jedenfalls in der Literatur den Anschein – eine Hauptbeschäftigung der Petersburger Offiziere, zumal in langen Winternächten. Doch einer sitzt dabei, der nicht mitspielt – von den Kameraden belächelt hält Hermann, ein Deutscher, sich zurück, ist aber ein eifriger Zuschauer. Bis er eines Tages von der alten Gräfin

    Anna Fedotowna hört, von der erzählt wird, sie habe einmal einem jugendlichen Verehrer, der in Spielschulden geraten war, die Gewinner-Karten voraussagen können, und danach dergleichen aber niemals wiederholt. Alexander Nitzberg verleiht der Lakonie Puschkins einen neuen Klang, und Kat Menschik zeichnet dazu einen komisch-gruseligen Reigen aus Spielkartenfiguren, die uns mal lockend zuzwinkern, mal erschrocken anstarren, und lässt die Totenköpfchen tanzen.

    Alexander Nitzberg gehört zu den wichtigsten Übersetzern u.a. aus dem Russischen. Er hat mit seinen Gedichten und Übertragungen russischer und englischer Klassiker wie Daniil Charms und Edmund Spenser auf sich aufmerksam gemacht und sorgte zuletzt mit seinen Neuübersetzungen von Meister und Margarita (nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse), Das hündische Herz sowie Die verfluchten Eier für Furore. Er erhielt den Jane-Scatcherd-Übersetzerpreis (2013) und den Read-Russia-Preis (2014). 2019 erhielt er den Österreichischen Staatspreis für literarisches Übersetzen. Alexander Nitzberg lebt in Wien.

    Alexander Puschkin (1799–1837) gilt bis heute als russischer Nationaldichter und Begründer der modernen russischen Literatur. Am bekanntesten sind seine Gedichte, seine Erzählungen,die Tragödie Boris Godunow und das Versepos Eugen Onegin, das auch als Oper Weltruhm erlangte und mit dem Puschkin das Russische zur Literatursprache erhob.

     

     

     

     

  • Lesung mit Sabine Müller, Andreas Niggemeier und Ingrid Schlüter

    26.04.2020

    17:00 Uhr

    'HAUS MASSENBERG',

    Fleher Str. 187
    Eintritt frei

     

    Sabine Müller entführt mit feinsinniger Miniaturprosa und humorvollen Reimgedichten, sanft aber unverkennbar zielstrebig, in die Welt einer Karikatur des Alltäglichen.

    Andreas Niggemeier, Autor, Rezitator und Musiker, verwandelt lyrische Prosa und Balladen in ausdrucksstarke Performances und verhilft, neben eigenen Songs, mit seinen Übersetzungen bekannten Liedern zu neuer Aktualität.

    Ingrid Schlüter präsentiert humorvolle Texte aus ihrer scharfzüngigen Miniaturprosa.
    Moderation: Andreas Niggemeier

     

  • Klaus Theweleit. Männerphantasien

    30.04.2020

    19:30 Uhr

    Heine Haus Literaturhaus Düsseldorf

    Bolkerstr. 53

    40213 Düsseldorf.

    Eintritt: 10,-/8,-€

     

    Vor 40 Jahren erschien mit Männerphantasien Klaus Theweleits große Untersuchung über die sexuelle,

    psychologische und soziopolitische Vorgeschichte des Nationalsozialismus in der Weimarer Republik. Das Werk, das für viele als Auftakt der Männerforschung in Deutschland gilt, ist längst zu einem Klassiker auch der Gewaltforschung geworden. Angesichts der Rückkehr rechten Straßenterrors und faschistoider Positionen, die viele schon an Weimarer Verhältnisse denken lassen, sowie von Propagandafeldzügen gegen freiere Sexualitäten - Stichwort: »Genderwahn« - sind die Analysen des Buches viel zu brennend, um es im Regal der großen Werke ins Archiv zu stellen. In dieser um ein langes Nachwort des Autors ergänzten Neuausgabe wird Theweleits epochales Werk nun endlich wieder verfügbar und diskutierbar, politisch neu nutzbar.   
    Klaus Theweleit, 1942 in Ostpreußen geboren, studierte Germanistik und Anglistik. Heute lebt er als freier Schriftsteller mit Lehraufträgen in Deutschland, den USA, der Schweiz und Österreich. Zwischen 1998 und 2008 war Theweleit Professor für Kunst und Theorie an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe. Er wurde bekannt durch sein Monumentalwerk Männerphantasien (1977/78), das bei Matthes & Seitz Berlin 2019 in Neuauflage erschienen ist. Rudolf Augstein bezeichnete es im Spiegel nach der Erstveröffentlichung als »vielleicht aufregendste deutschsprachige Publikation dieses Jahres«.