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Septemper 2022

  • „Ich wandre durch Theresienstadt...“ – Konzertlesung mit Werken von Ilse Weber

    11.09.2022

    16:00 Uhr

    Evangelische Johanneskirche/Stadtkirche

    Martin-Luther-Platz 39

    40212 Düsseldorf

    Eintritt frei

     

    Gemeinsam mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Düsseldorf e.V. und der Johanneskirche Düsseldorf lädt die Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf zu einer Konzertlesung mit Werken der in Auschwitz ermordeten Autorin und Komponistin Ilse Weber ein.

    Ilse Weber wurde 1942 mit ihrem Mann Willi Weber und ihrem jüngeren Sohn in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Das Leben im Ghetto beschrieb sie in sehr sensiblen Gedichten, die sie teilweise selbst vertonte. Mit ihren Liedern und Texten gab sie anderen Menschen im Ghetto Mut und Kraft. Ilse Weber und ihr jüngerer Sohn wurden Ende 1944 in Auschwitz ermordet. Ihr Mann konnte das Vernichtungslager überleben und das Werk seiner Frau für den in Schweden überlebenden älteren Sohn und die Nachwelt retten.

    Wir freuen uns, dass die Sopranistin Ania Vegry und die Pianistin Katarzyna Wasiak für die Darbietung der Lieder Ilse Webers gewonnen werden konnten. Den Gedichten Ilse Webers sowie historischen Briefauszügen leihen die Sprecherin Irina Scholz und der Sprecher Bernt Hahn ihre Stimmen. Das Zusammenspiel von Wort und Musik verleiht den Schilderungen Ilse Webers eine tiefe Eindrücklichkeit.

    Initiiert und großzügig gefördert wird die Konzertlesung durch die Raff-Foerderreuther-Stiftung Berlin, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, verfolgte NS-Komponistinnen und Komponisten wieder bekannt zu machen.

  • Schwarze Erde. Schwere See – Ein Kaleidoskop der Ukraine. Autorengespräch mit Jens Mühling

    12.09.2022

    18:00 Uhr

    Gerhard-Hauptmann-Haus

    Bismarckstraße 90

    40210 Düsseldorf

    Eintritt frei

     

    Seine Reisen kreuz und quer durch die Ukraine bringen den Berliner Journalisten Jens Mühling in Kontakt mit den unterschiedlichsten Menschen im Land der schwarzen Erde. Für seine Bücher „Schwarze Erde. Eine Reise durch die Ukraine“ und „Schwere See. Eine Reise um das Schwarze Meer“ sammelt er die Geschichten von Orthodoxen und Juden, Altkommunistinnen und Nationalisten, Kosaken, Russinnen, Deutschen und Tataren, ordnet sie ein und präsentiert den Lesern damit ein unglaublich faszinierendes Kaleidoskop von unterschiedlichen Ansichten in diesem großen Land im Osten Europas, die mehr als aktuell sind. Im Gespräch mit Dr. Sabine Grabowski erläutert der Autor die Hintergründe der ukrainischen Multikulturalität und Multiethnizität, öffnet den Blick für eine differenzierte Sichtweise der Ukraine und schärft die Wahrnehmung für die gegenwärtige Situation.

    In Kooperation mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. – Landesverband NRW.

  • Dagmar von Gersdorff liest aus „Die Schwiegertochter. Das Leben der Ottilie von Goethe“

    14.09.2022

    19:00 Uhr

    Goethe-Museum

    Jacobistraße 2

    40211 Düsseldorf

    Eintritt: 8 €

     

    Für ihren Schwiegervater Johann Wolfgang von Goethe war sie unentbehrlich: Ottilie von Goethe, eine geb. von Pogwisch aus schleswig-holsteinischem Uradel, war eine der faszinierendsten, auch umstrittensten Frauen ihrer Zeit. Obwohl ihre adelsstolzen Verwandten die Ehe mit August, dem unehelich geborenen Sohn des Dichters, nicht billigten, kam die Heirat zustande. Ottilie hatte dabei hauptsächlich ein Ziel: Goethes Schwiegertochter zu werden.

  • „111 Gründe, Polen zu lieben“ – Lesung und Gespräch mit Dr. Matthias Kneip

    20.09.2022

    19:00 Uhr

    Gerhard-Hauptmann-Haus

    Bismarckstraße 90

    40210 Düsseldorf

    Eintritt frei

     

    Das Buch „111 Gründe, Polen zu lieben“ ist eine ebenso witzige wie hintergründige Liebeserklärung an Deutschlands östliches Nachbarland und seine Menschen. Humorvoll und augenzwinkernd nimmt der Autor den Leser mit auf eine sehr persönliche Reise durch das Land zwischen Oder und Bug, ohne dabei den Blick für die Realitäten zu verlieren. Neben mancherlei kuriosen Sehenswürdigkeiten widmet Kneip sich auch den Eigenheiten der polnischen Mentalität oder besonderen Werken polnischer Kultur, nicht zuletzt auch kulinarischen Besonderheiten.

    In Kooperation mit dem Kulturreferent für Oberschlesien am Oberschlesischen Landesmuseum.

  • Verlagsvorstellung und Autor*innenlesung: Parasitenpresse

    20.09.2022

    19:30 Uhr

    Buchhandlung BiBaBuZe

    Aachener Straße 1

    40223 Düsseldorf

    Eintritt 5 €

     

    Die Parasitenpresse aus Köln stellt sich vor. Mit den Prosaautoren Thomas Empl (Köln), André Patten (Neuss/Köln) und der Lyrikerin Sarah Claire Wray. Der Verleger Adrian Kasnitz moderiert.

  • Solidaritätslesung des PEN-Zentrums Deutschland

    21.09.2022

    19:00 Uhr

    Goethe-Museum

    Jacobistraße 2

    40211 Düsseldorf

    Eintritt frei

     

    Verfolgte Autor*innen, die in der Bundesrepublik Deutschland im Exil leben. Mit Stella Gaitano (geb. im Sudan), Farhad Jahanbeigi (geb. in Kurdistan/Iran) und Astrid Vehstedt (Vizepräsidentin des PEN und Beauftragte für „Writers in Exile").

  • Kafka. Der Mann aus Prag

    23.09.2022

    19:00 Uhr

    Goethe-Museum

    Jacobistraße 2

    40211 Düsseldorf

    Eintritt: 8 €

     

    Lesung mit Christiane Lemm und Kalle Kubik.

  • Achim Raven präsentiert „Der Ernst des Unernstes kommt vom Unernst des Ernstes“

    27.09.2022

    19:30 Uhr

    Buchhandlung BiBaBuZe

    Aachener Straße 1

    40223 Düsseldorf

    Eintritt 5 €

     

    Lesung mit Achim Raven. Sven-Andre' Dreyer moderiert.

     

     

  • „… nachdem die Welt meiner eigenen Sprache für mich untergegangen ist …“ – Stefan Zweig (1882-1942) im Exil. Vortrag mit Textbeispielen zum 80. Todestag

    28.09.2022

    19:00 Uhr

    Gerhard-Hauptmann-Haus

    Bismarckstraße 90

    40210 Düsseldorf

    Eintritt frei

     

    Stefan Zweig, der gebürtige Wiener mit familiären Wurzeln in Böhmen, gehörte, auch nachdem er schon 1934 seine österreichische Heimat verlassen hatte und zunächst nach Großbritannien emigriert war, zu den international erfolgreichsten deutschsprachigen Schriftstellern. Im Unterschied zu den meisten anderen Autorinnen und Autoren, die durch das NS-Regime aus ihrer Heimat vertrieben wurden, war Zweig im Exil nicht mit existenzbedrohender materieller Not konfrontiert, da er eine treue Leserschaft auch außerhalb des deutschen Sprachraums hatte. Dennoch setzte er seinem Leben am 23. Februar 1942 im brasilianischen Petropolis ein Ende. Die zuvor ständig wachsende Verzweiflung Zweigs über die Entwicklung in Europa, vor allem die Verbrechen des NS-Regimes und dessen scheinbaren Siegeslauf spiegelt sich in zahlreichen Texten, die er in seiner letzten Lebensphase verfasste.
    In Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich - Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V.